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Wie SAP Flüchtlingen hilft

Feature | 18. September 2015 von Torsten Falk 0

Die Hilfsaktionen für Flüchtlinge sind mittlerweile in vollem Gange. SAP News Center stellt vor, wo und wie die SAP und die Mitarbeiter unterstützen.

Jeder soll seine Stärken einbringen, wenn es darum geht, in der Not zu unterstützen. SAP kann das am besten durch den Einsatz von Informationstechnologie. In der aktuellen Flüchtlingskrise geht es aber auch darum, finanziell zu unterstützen und die Flüchtlinge weiterzubilden, um ihre Integration zu fördern.

Humanitäre Ersthilfe

SAP hat ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland aufgerufen, für Flüchtlinge zu spenden. Das Geld soll Integrationsprojekten in Deutschland zu Gute kommen. Bis Dienstag, den 15. September waren bereits 120.000 Euro zusammen gekommen. SAP verdoppelt jeden gespendeten Euro und stellt darüber hinaus weitere 500.000 Euro als Soforthilfe bereit.

IT-Lösung für Flüchtlinge

Die Ankunft der Flüchtlinge bringt Verwaltungen an ihre Grenzen. Berater, Entwickler und UI-Designer der SAP sowie Mitarbeiter des SAP Innovation Center Potsdam sind daher mit Landes- und Bundesbehörden in Kontakt und arbeiten an einer IT-Lösung – einem Prototypen für eine Antrags-, Analyse- und Kommunikationsplattform für Asylsuchende.

Ziel dieser Anwendung ist es, die sogenannte Ersterfassung der Flüchtlinge zu vereinfachen und zu beschleunigen. Dazu zählt, Grundinformationen wie Namen, Geburtsdaten und Herkunft zügig aufzunehmen und auf einer zentralen Plattform bereitzustellen, um Flüchtlinge und Helfer schneller miteinander zu vernetzen. Ein weiterer Vorteil ist, in Echtzeit einen Überblick über verfügbare Kapazitäten zu erhalten und so ankommende Flüchtlinge besser auf die verschiedenen Bundesländer verteilen zu können.

Vertriebsleiter Christian Bolle

Vertriebsleiter Christian Bolle koordiniert die Entwicklung der IT-Lösung.

Die Anwendung unterstützt die soziale Integration der Flüchtlinge. Sie ermöglicht es, Informationen über bestehende Kontakte in Deutschland abzufragen, um Erstaufnahmestellen zu entlasten. Registriert werden darüber hinaus Qualifikation und Sprachkenntnisse der Flüchtlinge – um ihnen später eine echte berufliche Perspektive zu bieten.

Vertriebsleiter Christian Bolle koordiniert die Aktivitäten für diese Lösung. „Es gibt viele, die helfen wollen – intern und extern. Unsere Herausforderung ist es im Moment, diese Kräfte zu bündeln und so zu orchestrieren, dass unterm Strich eine Lösung herauskommt, die mehr ist als nur die Summe der einzelnen Bemühungen“, so Bolle.

Ausbildungs- und Einstellungsprogramme

SAP unterstützt auch die berufliche Integration von Flüchtlingen. Das Unternehmen plant, in den kommenden zwölf Monaten 100 zusätzliche Praktikantenstellen und mindestens zehn neue Ausbildungsplätze in Deutschland zu schaffen.

Außerdem sollen Flüchtlinge Zugang zu zwei Weiterbildungsplattformen erhalten. Über das Job- und Weiterbildungsportal Academy Cube werden sie an Online-Kursen teilnehmen können. Mit der Schulungslösung SAP Learning Hub erhalten sie Zugriff auf die Wissensdatenbank der SAP. Ob das Unternehmen in diesem Zusammenhang auch als Sponsor von Laptops agiert, wird derzeit geprüft.

Anka Wittenberg, Leiterin für Vielfalt und Integration bei SAP

Anka Wittenberg, Leiterin für Vielfalt und Integration bei SAP, will die Integration von Flüchtlingen mit Einstellungsprogrammen unterstützen.

Ein weiteres Beispiel für die nachhaltige Unterstützung von Flüchtlingen ist die Vermittlung von Deutschkenntnissen. Im Bereich SAP Education, aber auch in anderen Abteilungen gibt es hierfür Experten. SAP hat einen Aufruf an Freiwillige gestartet, die in der Lage sind, Flüchtlingen grundlegende Deutschkenntnisse zu vermitteln, sodass sie selbständig Einkäufe tätigen, bei Bedarf medizinische Hilfe in Anspruch nehmen oder sich mitteilen können.

Anka Wittenberg als Leiterin für Vielfalt und Integration kümmert sich um die Bündelung von Ressourcen für den Weiterbildungsbereich. Sie betont: „Menschen benötigen eine Perspektive – unser Ziel ist es, durch unterschiedliche Ausbildungs- und Einstellungsprogramme die Integration von Flüchtlingen nachhaltig zu unterstützen.“

Fußballturnier für jugendliche Flüchtlinge

Kollegen der SAP in Göttingen haben mit der Jugendhilfe Südniedersachsen am vergangenen Sonntag ein Fußballturnier für jugendliche Flüchtlinge organisiert. Dabei traten vier Mannschaften gegeneinander an – eine mit SAPlern und drei mit Jugendlichen aus Afghanistan, Eritrea, Syrien, dem Irak und dem Kosovo. Die minderjährigen Flüchtlinge sind alleine nach Deutschland gekommen und besuchen hier jetzt eine Schule. Die Idee zu dem Turnier kam von den SAP-Mitarbeitern. Sie stellten auch die Schiedsrichter und versorgten die Spieler mit Essen und Getränken.

SAP-Vorstand Stefan Ries berichtet im Interview mit der taz über geplante Initiativen.

Bildquellen: Fotolia; SAP

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