Zusatzleistungen sind gefragt

Feature | 18. August 2004 von admin 0

„Computer im Büro“ (CIB) ist seit Anfang 2003 SAP Business Partner: Damals in Zeiten wirtschaftlichen Umbruchs fiel dem Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, Dr. Fred Grüneberg, auf, dass zusehends kleinere ERP-Lösungen regionaler Anbieter vom deutschen Markt verschwinden. In dieser Phase zog sich auch der damalige Software-Partner von CIB – Lexware – aus dem Business-Software-Markt zurück, um sich ausschließlich auf Druckmanagementsysteme zu konzentrieren. Im Rahmen dieser Neuorientierung bemühten sich diverse Anbieter von ERP-Lösungen um eine Partnerschaft mit CIB.
CIB hatte SAP und die SAP-Business-One-Lösung auf der CeBIT 2002 kennen gelernt. Laut Dr. Grüneberg entschied sich das Berliner Unternehmen aus mehreren Gründen für die Partnerschaft mit SAP: Neben dem kompletten Angebotsspektrum, das alle Anforderungen von kleinen (SAP Business One) über mittelständische (mySAP All-in-One) bis hin zu großen Unternehmen (mySAP Business Suite) abdeckt und somit Wachstumschancen für CIB eröffnet, bieten die SAP-Lösungen die beste Integration in SAP R/3, dem in Deutschland unternehmensweit vorherrschenden ERP-System. Außerdem sei SAP „spezialisiert und ein Globalplayer mit Tochtergesellschaften in der ganzen Welt. Das bedeutet, dass sie auch Unternehmen in der ganzen Welt unterstützen“, so Dr. Grüneberg. Viertens und letztens hat SAP nach Ansicht von Dr. Grüneberg die besten Überlebenschancen auf dem ERP-Markt, wenn die kleineren Lösungsanbieter konsolidieren und nur zwei bis vier größere Wettbewerber übrig bleiben.
CIB hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. In die engere Wahl kam auch ein von Navision angebotenes Produkt. Doch die Microsoft-Tochter besaß bereits etablierte Vertriebspartner. Und mit einer Rolle als Juniorpartner wollte sich CIB nicht zufrieden geben. Regionale Anbieter stellten dagegen keine ernst zu nehmende Alternative für CIB dar.
Über die eigentliche SAP-Business-One-Software urteilt Dr. Grüneberg: „SAP Business One ist eine integrierte Lösung, die den Kunden das bietet, was sie brauchen – und das auf der Grundlage von Standardtechnologien und zu einem guten Preis. Zudem ist die vom Produkt gebotene Funktionalität unserer Ansicht nach hervorragend.“ Bestes Beispiel: CIB konnte in nur fünf Tagen eine SAP-Business-One-Implementierung bei KIC Automotive umsetzen – Spezialprogrammierung inbegriffen.

Kompetenz und Spezialisierung

CIB wurde vor 13 Jahren von Dr. Grüneberg gegründet. Der Schwerpunkt lag von Anfang an im Vertrieb und dem Customizing von ERP-Systemen. Die Stärken des Unternehmens liegen in seinem Know-how bei Programmierung und Anpassung, in seinen qualifizierten Mitarbeitern und in seiner Spezialisierung auf Kunden im Handels- und Dienstleistungsbereich, so Dr. Grüneberg. Von seinem Standort in Berlin aus deckt CIB ganz Deutschland über ein Netzwerk von Partnern ab.
CIB verfügt inzwischen bereits über einen festen Stamm von 15 SAP-Business-One-Kunden. Diese Kunden benötigen zusätzliche Beratung, Schulung und Workshops sowie „eine effektive Anpassung der Standardlösung an ihre individuellen Bedürfnisse“, erläutert Dr. Grüneberg. Da SAP Business One auf einem Matrixprinzip basiert, sei es einfach, das Produkt auf spezielle Anforderungen zuzuschneidern.
CIB hat zudem ein Add-On für SAP Business One entwickelt, das Unternehmen die Kontrolle und Einhaltung von Basel-II-Kriterien ermöglicht (siehe hierzu den Artikel in SMB NEWS: http://www.smbnews.sap.info/de/go/21084). Das Modul, das auf von Ernst & Young entwickelten Kenngrößen basiert, enthält auch „Was-wäre-wenn“-Szenarios, mit denen die Ergebnisse unterschiedlicher Geschäftsstrategien verglichen werden können. Nach Aussage von Dr. Grüneberg sieht CIB einen starken Bedarf für diese Art von Werkzeugen. Da SMBs weder über die notwendige Zeit noch die finanziellen Ressourcen für externe Ratings verfügen, bietet diese Funktionalität den Unternehmen eine preisgünstige und bequeme Lösung, das Rating intern vorzunehmen.

Ausbau des Partnernetzwerks

CIB will der wichtigste Anbieter von ERP-Lösungen in der Region Berlin und letztlich auch in Deutschland werden, so Dr. Grüneberg. Gegenwärtig arbeitet CIB mit acht Partnern zusammen, die dem Unternehmen auch bei der deutschlandweiten Vermarktung helfen sollen. Dr. Grüneberg hofft, noch vor Jahresende weitere Partnerschaften besiegeln zu können. Für das Jahr 2004 ist der Verkauf von 250 SAP-Business-One-Lizenzen geplant.
Dr. Grüneberg ist mit der Partnerschaft zu SAP zufrieden. CIB erhält von SAP Unterstützung in allen Bereichen – bei Schulung, Beratung und Marketing: „Wer Hilfe braucht und einen handfesten, fundierten Grund vorlegen kann, bekommt von SAP jede Unterstützung, die er benötigt.“ Das SAP-Support-Center in Irland leistet hierbei wichtige Dienste bei der Erfüllung von Kundenwünschen. Da CIB auch intern mit einer SAP-Lösung arbeitet, sind die Mitarbeiter mit SAP-Umgebungen vertraut. Dessen ungeachtet würde Dr. Grüneberg bei einigen Geschäftskontakten mit SAP eine zügigere Durchführung beziehungsweise Abwicklung begrüßen.
Zu Anfang der Geschäftsbeziehung hatten die CIB-Mitarbeiter mit mehr Arroganz auf Seiten des Walldorfer Unternehmens gerechnet, erinnert sich Dr. Grüneberg. Inzwischen ist diese Furcht der Gewissheit gewichen, dass SAP ihnen und ihren Anliegen wirklich zuhört. „Wir sind wirklich positiv überrascht. SAP interessiert sich für unser Unternehmen und bittet uns oft sogar um unser Feedback.“

Derek Davis

Derek Davis

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