Die neue Model Company: SAP-Implementierungen leicht gemacht

Wie branchengerechte Referenzlösungen SAP-S/4HANA-Einführungen beschleunigen und die Cloud-Strategie der SAP zur Entfaltung bringen.

Model Company? Ein Erklär-Video vergleicht das Konzept mit der Arbeit eines Gourmet-Lieferservice, der die notwendigen Zutaten und Rezepte sowie engagiertes Personal bereitstellt, um zu Hause viele leckere Gerichte zu zaubern – schnell und mit Erfolgsgarantie.

SAP Model Company (MC) von Digital Business Services (DBS) beinhaltet unter anderem vorkonfigurierte End-to-End-Prozesse, Business-Inhalte sowie Acceleratoren für Branchen und Geschäftsbereiche, mit deren Hilfe sich die Einführung von SAP S/4HANA, oder einzelner Suite-Komponenten wie SAP SuccessFactors beschleunigen lässt.

Portrait von Stephan Klein, Leiter der SAP Model Company
Stephan Klein, Leiter SAP Model Company: „Wir wollen die Model Company als künftigen Marktstandard für SAP-Transformationsprojekte etablieren.

 

Wer nun glaubt, „Stephans Kochschule“ wäre nur etwas für den kleinen Hunger zwischendurch, dem sei gesagt, dass das umfangreiche Werkzeug mittlerweile für 15 Branchen und 10 Geschäftsbereiche verfügbar ist. Sechs weitere Model Companies sind in Planung. Darüber hinaus ist die neue Model Company – dazu später mehr – in den „Top-Catering-Services“ von DBS wie New MaxAttention und Value Assurance integriert.

Schon seit geraumer Zeit arbeiten viele  SAP-Spezialisten im Rahmen des MC-Programms in verschiedenen Arbeitsgruppen  zusammen, um die Model Company als künftigen Marktstandard für SAP-Transformationsprojekte zu etablieren. MC sei als „Gesamtangebot der SAP an ihre Kunden“ zu verstehen, bekräftigt Stephan Klein, Leiter SAP Model Company (MC), und lobt den interdisziplinären Austausch.

Schnelle Implementierung dank SAP Model Company

Viele Kunden nehmen das Angebot gerne an – darunter Festo, die MC für „R&D/Engineering and Sustainability“ genutzt haben. Das Maschinenbauunternehmen aus Baden-Württemberg berichtet von einer um die Hälfte schnelleren Implementierung. 80 Prozent der IT-Anforderungen hätten ohne Customizing umgesetzt werden können.

Ähnlich sah es bei der italienischen Lifescience-Firma Zambon aus. Mit Hilfe der SAP Model Company Finance konnte hier die erste Phase der Implementierung praktisch übersprungen werden. Dadurch wurde die Möglichkeit geschaffen, Prozesse sofort zu veranschaulichen. Zambon-Mitarbeiter konnten sich so auf das Wesentliche – Prozessvereinfachung und -harmonisierung – konzentrieren.

Laut einer Analysten-Umfrage schätzen 80 Prozent der befragten SAP-Kunden das höhere Tempo bei der Einführung, 50 Prozent loben die Nähe zum Standard. So berichtet Ricardo Lozano, Director of Business Transformation, vom mexikanischen Delikatessenhändler La Europea: „Das Kundenerlebnis beginnt mit dem Erlebnis für unsere Mitarbeiter. Mit der SAP Model Company haben wir SAP SuccessFactors in wenigen Wochen eingeführt. Dabei konnten wir unsere Einstellungs- und Onboarding-Prozesse verbessern und unsere Fluktuationsrate dramatisch reduzieren.“

Grafik zur SAP Model Company
Grundzüge der neuen SAP Model Company.

Cloud-Branchenstrategie vorantreiben

Was als Fortführung der ursprünglichen Rapid Deployment Solutions (RDS) und Best Practices vor rund zwei Jahren begann, hat nun einen gewissen Reifegrad erreicht, um den nächsten Schritt zu tun. SAP Model Company soll über die bisherige Rolle als Implementierungsbeschleuniger hinaus vor allem die neue Cloud-Branchenstrategie der SAP vorantreiben.

Dazu wird MC künftig auf einer Plattform aufsetzen. Ziel ist es, die MC-Services in einer Cloud-Umgebung zu hosten und den Kunden über einen „Assemble-to-Order“-Ansatz mehr Flexibilität zu bieten, damit diese ihre optimal passende Vorkonfiguration finden.

Um eine größere Flexibilität technisch zu ermöglichen, entwickelte Kleins Team zusammen mit der P&I-Organisation einen neuen Stack. Er gewährleistet die grundsätzliche Migrationsfähigkeit von der Single-Tenant- zu einer Multi-Tenant-Architektur – die für den eventuellen Betrieb in einer Public Cloud notwendig ist.

Zur neuen Model Company sollen auch ausgewählte Lösungspartner verstärkt eigene Inhalte und Best Practices beisteuern. Fünf Partner, darunter Accenture und IBM, sind bereits an Bord, rund 15 sollen es am Ende sein. Klein: „Das MC-Rahmenwerk, das wir dafür erstellen, wird das umfangreichste sein, dass die SAP bislang für Partner konzipiert hat.“

Transfer in die digitale Welt der Cloud

In der MC werden seit 2017 im Gegensatz zu RDS durchgängige Prozesse über verschiedene SAP-Lösungen hinweg abgebildet. Nun rücken zunehmend hybride Szenarien in den Fokus. Kombinationen aus On-Premise-, Cloud- und Satellitenlösungen liegen im Trend. Das erweiterte MC-Angebot muss das veränderte Kundenverhalten berücksichtigen.

Die neue Model Company fast alles zusammen, was Kunden für die Transformation zum intelligenten Unternehmen benötigen, sei es in der Private oder der Public Cloud.

Darüber hinaus wird in Zukunft auch SAP C/4HANA unterstützt. Profitieren soll die neue MC zudem von innovativen Leonardo Services, die über die branchenspezifischen Inhalte in die MC gelangen – weshalb die Verfechter der neuen Model Company hier von „Next Practices“ und nicht von „Best Practices“ sprechen.

Geht es nach Klein, so soll die neue Model Company alles zusammenfassen, was Kunden für die Transformation zum intelligenten Unternehmen benötigen, sei es in der Private oder der Public Cloud. P&I empfiehlt das Werkzeug (Single Tenant) bereits als Einführungstemplate für SAP S/4HANA Cloud.

Die neue Model Company, die in Stufen bis Juni nächsten Jahres permanent ausgebaut wird, ist Teil des SAP-MOVEMENT-Programms und ebenfalls im neuen Demo Store erhältlich – quasi als Testessen für kommende Schlemmereien.

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