SAP schließt sich „5 For The Fight“ an

Krebs betrifft uns alle – unsere Freunde und Verwandten, uns selbst, Kollegen und Nachbarn, Prominente und Fremde. Die Krankheit macht keine Unterschiede.

Laut der Weltgesundheitsorganisation ist Krebs weltweit die zweithäufigste Todesursache. Allein 2018 forderte die Krankheit 9,6 Millionen Menschenleben. Weltweit ist jeder sechste Todesfall auf Krebs zurückzuführen. Diese Statistik ist ernüchternd, aber wir sind nicht machtlos. Es gibt nichts, was die Welt nicht schaffen kann. Wir müssen nur alle entschieden mit vereinten Kräften dafür kämpfen.

Die 5 von SAP-Co-Vorstandssprecherin Jennifer Morgan

Das tun wir mit jeweils fünf Dollar.

Und zwar bei 5 For The Fight. Qualtrics freut sich, bekannt geben zu können, dass die SAP SE sich „5 For The Fight“ anschließt. Am Anfang steht eine Pilotkampagne für SAP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in fünf Ländern: Australien, Deutschland, Indien, Singapur und den USA.

Dabei werden nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen, selbst 5 Dollar für den Kampf beizusteuern, sondern es sollen auch im Rahmen des Programms SAP Together Gelder für Krebsforscher in diesen Ländern gesammelt werden.

Was ist „5 For The Fight“?

5 For The Fight ist eine Crowdfunding-Kampagne für die Krebsforschung, die nach einem einfachen Prinzip funktioniert. Jeder kann den Kampf gegen den Krebs mit 5 Dollar, 5 Euro oder 5 Einheiten irgendeiner anderen Währung fördern. Es geht also nicht darum, dass wenige Menschen große Summen spenden. An sich kann man mit 5 Dollar vielleicht nicht viel kaufen, aber mit allen Kleinspenden sind seit dem Start des Programms 2016 bereits über 24 Millionen Dollar zusammengekommen, mit denen weltweit 10 Krebsforscher finanziert werden.

„Viele von uns in der SAP-Familie sind von Krebs betroffen. Wenn die Diagnose kommt, fühlt man sich so hilflos. Wir wollen den Menschen die Gelegenheit geben, etwas zu tun. Mit ‚5 For The Fight‘ können sie sagen, ‚Wir können gegen diese Krankheit kämpfen‘“, erklärt Ryan Smith, Mitbegründer von „5 For The Fight“ und Qualtrics. „Die Spenden gehen zu einhundert Prozent direkt in den Kampf gegen den Krebs. Wir heuern jedes Jahr weitere Forscher an, die mithelfen, Krebs heilbar zu machen.“

Und das sind die von „5 For The Fight“ finanzierten Forschungseinrichtungen weltweit, die nun auch die SAP unterstützt.

USA: Elefanten bekommen keinen Krebs. Warum dann Du?

Huntsman Cancer Institute

Dr. Joshua Schiffman hat sich auf Krebs im Kindesalter spezialisiert. Der Arzt, der als Kind selbst Krebs hatte, erfuhr vor ein paar Jahren, dass Elefanten selten an Krebs erkranken, und das veränderte alles. „Die Natur hat die Lösung gefunden“, meint Dr. Schiffman. „Warum gelingt uns das nicht? Elefanten haben mehrere Millionen Zellen mehr als der Mensch, sodass sie eigentlich viel häufiger an Krebs erkranken müssten. Aber das haben sie in ihrer Evolution hinter sich gelassen.“

Dr. Joshua Schiffman

Anstatt zu erforschen, warum Menschen an Krebs erkranken, konzentriert er sich jetzt auf die Frage, warum Elefanten das nicht tun. Dr. Schiffman und seine Kollegen haben das Gen p53 ins Auge gefasst, das Tumore unterdrückt. Elefanten haben 20-mal mehr davon als Menschen. Dr. Schiffman hat sich mit einem Team von Nanotechnologen zusammengetan, die neue Methoden für eine gezielte Arzneimittelabgabe erproben. Dabei bringen sie synthetisches Elefanten-p53 in mikroskopische Partikel, die Krebszellen direkt angreifen.

Australien: Ein neuer Weg in der Brustkrebsbehandlung

Garvan Institute of Medical Research

Krebs entwickelt sich, wenn sich Zellen zu schnell vermehren, wodurch eine Masse bzw. ein Knoten entsteht. Von weißem Hautkrebs einmal abgesehen, ist Brustkrebs bei australischen Frauen die häufigste Krebsart. In 70 Prozent aller diagnostizierten Fälle handelt es sich um Östrogen-Rezeptor-positive Tumore (ER+). ER+-Brustkrebs lässt sich mit Hormontherapie gut behandeln, aber die Patientinnen können im Laufe der Zeit eine Resistenz gegen die Behandlung entwickeln.

„Therapieresistenz ist ein großes Problem, das dazu führt, dass jede dritte mit Hormontherapie behandelte Patientin innerhalb von 15 Jahren einen Rückfall erleidet“, erklärt Dr. Joanna Achinger-Kawecka vom Garvan Institute of Medical Research.

Dr. Joanna Achinger-Kawecka

Forscher am Garvan-Institut konnten zum ersten Mal nachweisen, dass bei ER+-Tumoren, die eine Resistenz gegen die Hormontherapie entwickelt haben, eine „Neuverdrahtung“ in der 3D-Struktur der DNA stattfindet. Dadurch verändert sich, welche Gene in den Zellen aktiviert und welche stillgelegt werden. Hierdurch lässt sich erkennen, wie ER+-Tumore die Hormontherapie umgehen.

Krebszellen versuchen immer, sich der Therapie zu entziehen. Wenn sich nur eine Zelle anders entwickelt, um einem Arzneimittel zu entgehen, kann das ausreichen, damit der Krebs wiederkommt. Diese Studie zeigt, welche Auswirkungen eine Veränderung im Epigenom auf das Verhalten von Krebszellen haben kann. Eine menschliche Zelle besteht aus rund 20 000 Genen, doch nicht alle davon werden aktiviert. Als Nächstes soll untersucht werden, ob epigenetische Veränderungen rückgängig gemacht werden können, um die Hormonresistenz aufzuheben. Dabei werden Arzneimittel eingesetzt, die bereits für andere Krebsarten klinisch erprobt werden.

Deutschland: Neue Arzneimittel für Kinder mit rezidivierendem Krebs

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg

Dr. Sina Oppermann

Dr. Sina Oppermann vom Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) arbeitet mit Leidenschaft an der Entwicklung innovativer Arzneimittel für Kinder mit aggressiven oder rezidivierenden Tumoren. Das KiTZ ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg.

Als Therapie- und Forschungszentrum für onkologische und hämatologische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter verfolgt das KiTZ das Ziel, die Biologie kindlicher Krebserkrankungen wissenschaftlich zu ergründen und vielversprechende Forschungsansätze eng mit der Patientenversorgung zu verknüpfen – von der Diagnose über die Behandlung bis hin zur Nachsorge.

Singapur: Kampf gegen die häufigste und tödlichste Krankheit – Brustkrebs  

National Cancer Centre Singapore

Brustkrebs ist die häufigste und tödlichste komplexe Krankheit bei Frauen in Singapur. Laut dem letzten Bericht des Krebsregisters von 2017 erkrankt schätzungsweise jede 14. Frau in Singapur vor ihrem 75. Geburtstag an Brustkrebs. Die sozioökonomischen Folgen sind enorm, da meist Frauen im erwerbsfähigen Alter erkranken. Die Kinderbetreuung und das Familienleben, dessen Dreh- und Angelpunkt traditionell die Frau ist, funktionieren nicht mehr. Hinzu kommt, dass sich die Neuerkrankungsrate bei Brustkrebs in den letzten vierzig Jahren verdreifacht hat.

Forschungsteam Brustkrebs am NCCS

Die Brustkrebsforschung am National Cancer Centre Singapore, auf das 65 Prozent aller onkologischen Fälle im öffentlichem Gesundheitswesen entfallen, spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Diagnose, Behandlung, Erkennung und Prävention von Brustkrebs.

Schließen Sie sich SAP und Qualtrics an: Geben Sie uns Ihre 5!

  1. Denken Sie an eine Person in Ihrem Umfeld, die gegen den Krebs kämpft oder gekämpft hat.
  2. Schreiben Sie den Namen dieser Person in Ihre Handfläche.
  3. Machen Sie ein Bild davon, wie die Beispiele in diesem Artikel zeigen.
  4. Posten Sie das Bild in Ihrem Social-Media-Account mit dem Hashtag #5ForTheFight #sap4good.
  5. Lesen Sie weiter unter 5 For The Fight.

 

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation lässt sich ein Drittel aller Krebsfälle mit fünf wichtigen Verhaltens- und Ernährungsrisiken in Verbindung bringen: hoher Body-Mass-Index, geringer Verzehr von Obst und Gemüse, Bewegungsmangel, Tabakkonsum und Alkoholkonsum. Was können Sie tun? Informieren Sie sich über die Möglichkeiten der Krebsprävention, und nutzen Sie jede Gelegenheit, sich gesund zu ernähren und sich zu bewegen. Und notieren Sie sich den Termin der kommenden globalen und virtuellen Challenge 5K For The Fight am 15. und 16. Mai 2020.


Lori Morency Kun ist Head of Social Impact bei Qualtrics.