Gemeinwohlorientiertes Bier: Quartiermeister setzt auf SAP Business One

Ein Unternehmen gründen und mit der Geschäftsidee anderen etwas Gutes tun. Der Fachbegriff dafür lautet soziales Unternehmertum. Dabei ist der Anspruch, dass der soziale Zweck dem wirtschaftlichen übergeordnet wird. Eine Biermarke aus Berlin hat sich dieser Idee verschrieben und setzt dabei auf SAP Business One.

Ökologische und soziale Verantwortung werden weltweit von immer mehr Menschen als notwendig wahrgenommen. Immer häufiger suchen Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbraucher Lösungen für die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Probleme.

Auch bei Quartiermeister wollte man etwas anders machen. Die Berliner Biermarke mit Sitz im Stadtteil Kreuzberg wirbt damit, Deutschlands erste gemeinwohlorientierte Biermarke zu sein. Gegründet wurden das Unternehmen und der Verein im Jahr 2010. Das Prinzip: mit jedem verkauften Liter Bier fließen 10 Cent an soziale und kulturelle Projekte in der unmittelbaren Umgebung.  Ein soziales Bier, das transparent und regional produziert wird. Bisher konnte Quartiermeister mehr als 160 Projekte unterstützen. Per Online-Voting können die Konsumenten mitbestimmen, wohin die Erlöse am Ende gehen. Die GmbH kümmert sich dabei um die Beschaffung, Vermarktung und den Verkauf, der Verein um die Mittelvergabe an die auserwählten Projekte.

Was ist ein soziales Unternehmen?

Das Prinzip von sozialen Unternehmen ist kein neues Phänomen. 1983 gründete beispielsweise Mohammed Yunus eine Bank in Bangladesch, die es auch Menschen mit wenig finanzieller Sicherheit ermöglichte, Mikrokredite aufzunehmen. Das Projekt gilt vielen als Vorreiter für soziale Unternehmen. Dabei ist die Idee dahinter viel älter.

Schon vor knapp 600 Jahren rief der Franziskanerorden in Italien eine bedeutende Initiative ins Leben: die sogenannte „Montes Pietatis“, die „Berge der Barmherzigkeit“. Im Unterschied zur damals gängigen Praxis des Geldverleihs, war der Wunsch der franziskanischen Initiative nicht der Profit des Verleihers, sondern der Nutzen des Schuldners. Die Idee verbreitete sich rasch über sämtliche Grenzen Europas und etablierte sich dort. Einige dieser Initiativen haben bis heute überlebt und wurden zu einem späteren Zeitpunkt in genossenschaftliche Strukturen überführt. Zu den Pionieren des Genossenschaftswesens im deutschsprachigen Raum zählen auch Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schultze-Delitzsch.

Zweck der Unternehmung soll die Lösung eines bestimmten gesellschaftlichen Problems sein. Den Erfolg des sozialen Unternehmens möchten die sogenannten „Social Entrepreneurs“ nicht ausschließlich am finanziellen, sondern auch am sozialen Nutzen bemessen. Quartiermeister folgt dieser Idee und zielt darauf ab, durch den Verkauf von Bier Geld für soziale oder kulturelle Projekte zu erlösen.

Mehr Wachstum bedeutet mehr Geld für soziale und kulturelle Projekte

Der erste Kontakt zwischen Quartiermeister und der SAP fand im Rahmen von SAP One Billion Lives statt, eine Initiative, die Social Entrepreneurship (auch Sozialunternehmertum) unterstützt.

Kurz darauf entschied sich die Berliner Biermarke dafür, eine ERP-Software einzuführen, um weiter wachsen zu können und den Betrieb weiter zu professionalisieren. Aus Sicht des Unternehmens bedeutet weiteres Wachstum mehr Geld und damit weitere Möglichkeiten, soziale und kulturelle Projekte zu unterstützen.

Hierzu möchte Quartiermeister in ganz Deutschland neue Absatzgebiete aufbauen und betreiben. Damit der bundesweite Ausbau gelingt, benötigt das Unternehmen eine ERP-Lösung. Ein weiteres wichtiges Anliegen sind transparente und effizientere Abläufe. Durch sie verspricht sich das Berliner Unternehmen mehr Kapital und Zeit, der eigenen Mission ein Stück näher zu kommen: eine Wirtschaft zum Wohle aller.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben oft individuelle Anforderungen, für die es spezifische Lösungen braucht. Durch den Ausbau des lokal vernetzten SAP-Partnernetzwerks und den Lösungen SAP Business One und SAP Business ByDesign, unterstützt die SAP solche Firmen und eröffnet ihnen neue Möglichkeiten. Der Einstieg in die Cloud mit einer ERP-Lösung wie SAP Business One mit Hilfe eines Partners bietet Sicherheit, Skalierbarkeit und optimale Unterstützung bei der Umsetzung.

Besondere Anforderungen und spezifische Lösungen dank starker Partner

Nach dem ersten Kontakt 2019 brachte die SAP daraufhin Quartiermeister mit dem SAP-Partner UNIORG zusammen. Gemeinsam entwickelten sie einen Plan, um eine zwar standardisierte, aber trotzdem skalierbare SAP-basierte Lösung für Quartiermeister zu finden. Auch hierbei standen die Werte des Unternehmens ganz oben auf der Liste. UNIORG hat langjährige Projekterfahrung und war sich bewusst, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse eines Kunden zu verstehen und zu helfen diese umzusetzen. „Wir freuen uns, kleineren gemeinnützigen Unternehmen durch Einführung von SAP Business One eine kaufmännische und technische Plattform bereitstellen zu können, die ihnen eine weitere Digitalisierung und damit Professionalisierung ermöglicht. Das gibt ihnen den Raum, weiter zu wachsen, mehr soziale Projekte zu fördern und sich somit auf ihre eigentliche Kernidee zu konzentrieren“ so Frank Hoischen, Head of Sales SAP Business One UNIORG Group.

Die Wahl fiel am Ende auf SAP Business One. Die ERP-Software, die SAP speziell für die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen entwickelt hat. Sie verfügt über die wichtigsten Funktionen für Unternehmen dieser Größe und lässt sich mit zusätzlichen Cloud-Angeboten von SAP oder Add-Ons fast beliebig erweitern. Der Betrieb von SAP Business One ist sowohl On-Premise als auch in der Cloud möglich. Zusätzlich entwickelte UNIORG ein Add-On für Brauereien, welches spezifische Prozesse abdeckt. Ende Januar 2020 erfolgte der Auftrag und schon bald danach begann die Implementierung.

Kurz nach dem Projektstart im Februar 2020 wurde der Prozess durch die Corona-Pandemie unterbrochen.  Dazu kamen die Schließungen des Gastronomiesektors, die den Umsatz sinken ließen. Trotzdem konnten die Partner das Projekt im August wieder aufnehmen und nach der Testphase im Januar 2021 live gehen.

Das Beispiel macht die Stärke der Zusammenarbeit mit den Partnern der SAP deutlich:

  • die Gestaltung der Lösung nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden.
  • Unterstützung, um auf zusätzliche Herausforderungen reagieren zu können.
  • Nachbetreuung und Festigung der Prozesse, so dass die Investition optimal ausgeschöpft wird.

Quartiermeister, SAP Business One und UNIORG: Soziales Unternehmertum mit passender Software

Die ERP-Lösung ist eine Investition in die Zukunft – mehr Bier für mehr Projekte!

Rückblickend ist das Resümee bei allen sehr positiv: Mit Hilfe der Implementierung von SAP Business One kann Quartiermeister nun seine Prozesse straffen und effizienter gestalten. Das senkt die Arbeitsbelastung und legt neues Potenzial frei. Das Management erhält nun außerdem zuverlässigere Informationen aus den verschiedenen Vertriebsbereichen. Das ermöglicht ihm, sich auf strategische Ziele zu konzentrieren und die bundesweite Ausweitung voranzutreiben.

„Mit SAP Business One können wir weiter wachsen, weiter Gutes tun und mehr soziale Projekte fördern. Dabei haben wir nun die Sicherheit, dass im Hintergrund alle Geschäftsprozesse funktionieren.“

David Griedelbach, Co-Founder, Managing Director, Quartiermeister – korrekter Konsum GmbH

Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit wieder das öffentliche Leben stark einschränkt, Quartiermeister und sein „soziales Bier“ haben mit der ERP-Implementation den nächsten Schritt in die Digitalisierung vollzogen und damit den Grundstein für weiteres Wachstum und weiteres soziales Engagement gelegt.

Weitere Informationen zu Quartiermeister finden Sie hier!


Über SAP ONE Billion Lives:

Die Initiative der SAP hat sich zum Ziel gemacht, einen Beitrag zur Lösung der größten sozialen Probleme der Welt zu leisten: mit Menschen, Technologie, Daten und einem riesigen Kunden- und Partnernetz. All dies zusammen ermöglicht die Entwicklung eines Portfolios von schlanken, nachhaltigen Start-up-Ventures, die etwas Positives für die Menschen bewirken.