SoCura GmbH: Digitalisierungsvorreiter der Wohlfahrtsbranche wechselt auf Cloud-ERP

Die Malteser-Tochter SoCura gilt als Digitalisierungsvorreiter der Wohlfahrtsbranche. Mit RISE with SAP S/4HANA Cloud, Private Edition, geht der Dienstleister jetzt den nächsten Schritt seiner IT-Cloud-Service-Strategie – und kombiniert dabei die Individualisierbarkeit eines On-Premise-Systems mit der Wirtschaftlichkeit der Cloud.

In Sachen Outsourcing ist die SoCura GmbH für Wohlfahrt, Kirche und Gesundheitswesen das Mittel der Wahl. Von der Personalwirtschaft über die Finanzbuchhaltung bis hin zum Betrieb von Softwareanwendungen und Servern: Die Malteser-Tochter hält als Full-Service-Dienstleister mit ihrem breiten Serviceportfolio nicht nur dem Malteser-Verbund, sondern auch zahlreichen Caritas-Einrichtungen und Bistümern den Rücken frei. Und verschafft Kliniken, Altenhilfeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Kirchengemeinden und Co. so Freiräume, sich um ihre Kernaufgabe zu kümmern: den Menschen. „Wir tragen mit unserem Angebot dazu bei, dass unsere Kunden sich mit ganzer Kraft um Hilfsbedürftige und Kranke kümmern können“, sagt SoCura-Geschäftsführer Thomas Berding. „Dies bringt sowohl eine besondere Verantwortung als auch ein hohes Maß an Motivation und Sinnstiftung mit sich.“

Passende IT-Services für die Wohlfahrtsbranche

Thomas Berding, Geschäftsführer von SoCura

Darüber hinaus hilft der Kölner IT-Dienstleister seinen Kunden aber auch, bestehende Digitalisierungsdefizite auszugleichen. Mit Erfolg: Der Malteser-Verbund hat sich mithilfe seiner IT-Tochter innerhalb weniger Jahre zum regelrechten Digitalisierungsvorreiter entwickelt. Die Multi-Cloud-Strategie der SoCura schafft dafür die Basis: „Mehr als 30.000 Anwender nutzen heute bereits unsere Angebote, Tendenz steigend“, so Berding. Denn die Zeichen bei der SoCura stehen eindeutig auf Wachstum – nicht zuletzt, weil die Malteser-Tochter die kulturellen, strukturellen und rechtlichen Besonderheiten der Branche aus erster Hand kennt. Und deshalb nicht nur weiß, wo Kirche und Wohlfahrt der Schuh drückt, sondern auch passende Lösungen auf Lager hat. Das kommt an. In den nächsten Jahren will der Dienstleister seine Position als strategischer IT-Partner der Wohlfahrt weiter ausbauen und dabei verstärkt auch Einrichtungen und Organisationen außerhalb des Malteser-Verbundes ansprechen.

Cloudifizierung spielt dabei eine wichtige Rolle: Über die Malteser Cloud und die Wohlfahrt Cloud stellt die SoCura der Branche eine Vielzahl an IT-Lösungen und -Services zur Verfügung, die kaufmännische Abrechnung erfolgte bisher on-premise. „Denn unsere ERP-Landschaft haben wir bislang mit eigenen Mitarbeitenden im eigenen Rechenzentrum betrieben“, erzählt der Geschäftsführer. Allerdings stieß die eingesetzte Software, SAP ERP Central Component (SAP ECC), angesichts der anvisierten Wachstumskurve und des anhaltenden Fachkräftemangels im IT-Segment zunehmend an ihre Grenzen.

RISE with SAP überzeugt funktionell und preislich

Im Rahmen einer umfassenden Vorstudie erwies sich auch hier der Schritt in die Cloud als optimale Lösung. „Nicht zuletzt, weil wir uns so nicht länger selbst um Betrieb und Wartung der ERP-Software kümmern müssen, sondern mehr Zeit für Innovationen haben“, sagt Berding. Beim anschließenden Auswahlverfahren machte das Business-Transformation-as-a-Service-Angebot RISE with SAP S/4HANA Cloud in der Private Edition das Rennen. SoCura-Chef Berding erklärt, warum: „Erstens deckt die SAP-Cloud-Lösung unsere Anforderungen hervorragend ab, zweitens erleichtern die im RISE-Paket enthaltenen Migrations- und Implementierungsservices die schrittweise Transformation, und drittens überzeugt der Subscription-Service auch preislich.“ Last, but not least habe SAP bestehende Datenschutzbedenken ebenfalls überzeugend ausräumen können.

Aus technischer Sicht bildete für die SoCura vor allem die Skalierbarkeit des Business-Transformation-as-a-Service-Angebots ein wichtiges Entscheidungskriterium. Denn Flexibilität ist für Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen immens wichtig. Das haben die vergangenen Krisenjahre einmal mehr gezeigt: So stampften beispielsweise allein die Malteser im ersten Corona-Jahr mehr als 70 Corona-Abstrichstationen und Testzentren aus dem Boden und betreuen derzeit in ihren Regel- und Behelfsunterkünften rund 10.000 Ukraine-Flüchtlinge. Entsprechend wichtig ist es, dass die IT-Systeme schwankende Nutzer- und Transaktionszahlen zuverlässig abbilden können.

Der Malteser Rettungsdienst ist mit über 200 Rettungswachen und mehr als 550 Spezialfahrzeugen eine der festen Säulen der präklinischen Notfallversorgung in Deutschland. In mehr als 826.000 Einsätzen (2014) leisten die Malteser einen wichtigen Beitrag für eine optimale Versorgung von Notfallpatienten und Erkrankten.

Zudem überzeugte die Offenheit der Cloud-Plattform. „Wir betreiben für unsere Kunden über 300 Applikationen, entsprechend vielfältig sind auch unsere Schnittstellen-Anforderungen“, erklärt der Geschäftsführer. Vom Krankenhausinformationssystem über Dokumentationslösungen für Sozial- und Pflegedienste und klassische Office-Anwendungen bis hin zu Menüservices oder Hausnotrufanwendungen kommen in Wohlfahrt und Gesundheitswesen traditionell zahlreiche Non-SAP-Systeme zum Einsatz. Dank SAP S/4HANA Cloud können diese nun nahtlos mit dem kaufmännischen Back-End-System integriert werden. „Diesbezüglich lässt die SAP-Technik erfahrungsgemäß kaum etwas zu wünschen übrig“, lobt Berding.

Zügige Transformation ohne Wissensverluste

Aber auch abseits der Technik fühlt sich der IT-Dienstleister bei SAP bestens aufgehoben. „Schon während der Evaluierung gab es dedizierte Ansprechpartner, die jede noch so ‚schräge‘ Frage kompetent und geduldig beantwortet haben – und auch nach der Vertragsunterzeichnung weiter für uns da sind“, sagt Berding. Ein wichtiger Aspekt, um Informationsverlusten vorzubeugen und den ERP-Neustart in der Cloud optimal vorzubereiten. Seit dem Kick-off im März 2022 arbeitet das Projektteam mit Hochdruck daran. Fachworkshops wurden durchgeführt, Konzepte entwickelt und die übergreifende Projektstruktur aufgesetzt.

„Für große Teilbereiche sind die Ist-Analysen abgeschlossen und die Anforderungskataloge erstellt. Aktuell arbeiten wir daran, Prozesse und Datenbestände zu entschlacken“, sagt der SoCura-Chef. Schließlich will der Dienstleister mit möglichst wenigen Altlasten in die neue ERP-Welt starten. Und zwar schnellstmöglich. Bereits zum Jahreswechsel sollen erste Einheiten live gehen, bis 2024 soll der gesamte Malteser-Verbund umgestellt sein.