Gastbeitrag von Steffen von Berg – Leiter SAP on Cloud-Praxis und RISE with SAP-Aktivitäten für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Accenture


Unternehmen, die sich mit RISE with SAP beschäftigen, stehen oft vor einer kompletten Neuausrichtung ihrer Systemarchitektur. Häufig geht es dabei um den Umstieg von SAP ECC auf S/4HANA. Stellt sich die Frage, wann der beste Zeitpunkt für den Einstieg in RISE with SAP ist.

Natürlich ist diese Frage nicht allgemeingültig für alle zu beantworten, dazu sind die Anforderungen und Notwendigkeiten von Unternehmen viel zu unterschiedlich. Auf Basis von weit über hundert Kundendiskussionen und eigenen Projekterfahrungen können wir aber praxisnahe Tipps geben und aufzeigen, was die Verantwortlichen bei ihrer Entscheidungsfindung beachten sollten.
Beim Umstieg von SAP ECC auf SAP S/4HANA ist es aus meiner Sicht meist sinnvoll, den Übergang auf RISE with SAP vor dieser Transformation zu vollziehen. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, bereits während des Umstiegs Erfahrungen mit dem Betriebsmodell von RISE zu sammeln und eine reibungslose und erfolgreiche Umstellung sicherzustellen.

Durchblick für die Energiewirtschaft

Das Thema Sicherheit spielt eine zentrale Rolle

In jedem Fall sollten sich Unternehmen vor dem Übergang zu RISE with SAP intensiv damit auseinandersetzen, was es in der Praxis bedeutet, den Schlüssel zu zentralen IT-Systemen an SAP zu übergeben. Die für einen solchen Übergang notwendige Projekt- und Programmplanung benötigt ausreichend viel Zeit, handelt es sich dabei doch in aller Regel zugleich um einen Migrations- und einen Transformationsprozess. Aus unserer Erfahrung benötigt es bis zu vier Monate, um alle Details umfänglich – also sowohl intern als auch mit SAP – zu diskutieren. Und Zeit brauchen die Beteiligten auch, um den Servicekatalog oder die Architektur von Hyperscalern zu verstehen. Wichtig ist außerdem, sich maximale Transparenz über die Kostenseite zu verschaffen und zu analysieren, wie sich die Transformation ökonomisch auf das eigene Unternehmen auswirkt.
Und natürlich spielt das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle. Ein Chief Information Security Officer – CISO – sollte die Transformation von Beginn an begleiten, auch weil er dabei hilft, die mit einem Transfer in die Cloud zwangsläufig verbundenen Ängste zu kanalisieren.

96 Prozent der Führungskräfte glauben an zusätzliche Chancen durch KI

Doch der Aufwand lohnt sich – auch weil die Beteiligten dadurch für den Einsatz innovativer, KI-gestützter Lösungen gerüstet sind. Führende Unternehmen unterschiedlicher Branchen nutzen Künstliche Intelligenz bereits in ihren SAP-Umgebungen, um den Betrieb zu rationalisieren, die Entscheidungsfindung zu verbessern und Innovationen zu fördern.
Laut Accenture-Forschung könnten bald 43 Prozent aller Arbeitszeiten durch KI-gestützte Prozesse ergänzt oder automatisiert werden. Darüber hinaus glauben 96 Prozent aller Führungskräfte, dass die Nutzung von Künstlicher Intelligenz ihrer Organisation in den kommenden drei Jahren erhebliche Chancen bieten wird.
Auch wir von Accenture setzen KI längst ein, etwa um den Cashflow zu optimieren und unser Portfolio zu managen. Und was bei uns funktioniert, können wir natürlich erst recht unseren Kunden empfehlen.

Weitere Details dazu finden sich auch hier:

https://www.accenture.com/us-en/insights/technology/technology-trends-2025

Steffen von Berg leitet seit dem 1. März 2020 die SAP on Cloud-Praxis und RISE with SAP-Aktivitäten für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Accenture. Er verfügt über 33 Jahre Erfahrung in der IT-Branche in verschiedenen Rollen und 25 Jahre SAP-Hintergrund mit Schwerpunkt auf Betriebs- und Architektur-Roadmap-Design sowie der Absicherung kritischer Projekte.

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