SAP und NVIDIA OpenShell: Bessere Governance und mehr Sicherheit für überprüfbare KI-Agenten in Unternehmenssystemen

Feature

NVIDIA und SAP wollen gemeinsam die Ausführungsschicht für Agentic AI für Unternehmen definieren und optimieren.

Die neue AI-First-Entwicklungsumgebung für Agenten, Anwendungen und Workflows

Am 28. September wurde nicht nur die NVIDIA Open Agent Safety Platform vorgestellt und die allgemeine Verfügbarkeit von NVIDIA OpenShell bekannt gegeben, sondern die SAP kündigte auch den weiteren Ausbau ihrer Zusammenarbeit mit NVIDIA an. Gemeinsam möchten die beiden Unternehmen KI-Agenten sicherer, besser kontrollierbar und einfacher überprüfbar machen.

Die umfassende technische Kooperation zwischen SAP und NVIDIA wurde bereits auf der diesjährigen SAP Sapphire verkündet. Geplant ist, die SAP Business AI Platform mit OpenShell zusammenzuführen, einer sicheren Open-Source-Laufzeitumgebung für autonome KI-Agenten. Dieses Vorhaben geht über eine reine Integration hinaus und steht für die gemeinsame Absicht, die Bedeutung des Begriffs „für Unternehmen“ im Zusammenhang mit autonomen KI-Systemen zu definieren.

Im Rahmen unserer fortlaufenden gemeinsamen Entwicklungsaktivitäten tragen SAP-Teams direkt zur Entwicklung der Codebasis von OpenShell bei und integrieren OpenShell in die SAP Business AI Platform. Joule Studio stellt als AI-First-Entwicklungsumgebung einen vollständigen Stack für die Ausführung und Governance von KI-Agenten für Unternehmen bereit, während OpenShell die Implementierung von Agenten unter besonderer Berücksichtigung der Sicherheit unterstützt.

Weitere Ziele der Zusammenarbeit von SAP und NVIDIA sind:

  • Absicherung der OpenShell-Laufzeitumgebung für die Implementierung im Unternehmen, unter anderem auch in regulierten Branchen mit strengen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen
  • Verbindung der isolierten OpenShell-Laufumgebung mit der Governance-Schicht der Joule-Studio-Laufzeitumgebung, indem technische Ausführungsgrenzen mit Berechtigungsmodellen, IAM-Frameworks und Prüfpfaden verknüpft werden
  • Unterstützung der Einhaltung von FedRAMP, FIPS und Vorschriften für regulierte Branchen im Rahmen einer gemeinsamen Roadmap
  • Förderung einer offenen Forschung und der Sicherheit von KI im Rahmen der Open Secure AI Alliance, der SAP und NVIDIA gemeinsam mit anderen führenden Unternehmen der Branche als Gründungsmitglieder angehören

Joule-Studio-Laufzeitumgebung: zusätzliche Governance über der Ausführungsschicht

Die Joule-Studio-Laufzeitumgebung hilft zu ermitteln, ob eine Aktion überhaupt ausgeführt werden soll. Hierfür werden Berechtigungen, rollenbasierte Richtlinien und Prozesskontext angewendet, bevor eine Anforderung an die Laufzeitumgebung übermittelt wird. OpenShell ermöglicht eine Begrenzung der Open-Source-Laufzeitumgebung, wodurch eine sichere Entwicklung und Implementierung von autonomen, lernfähigen Agenten unterstützt werden soll. Sie steuert, wie der Agent ausgeführt wird, worauf er zugreifen kann, welche Aufgaben er ausführen darf und welche Schlüsse er zieht. Die Kombination der beiden Technologien soll es Unternehmenskunden ermöglichen, mit einem einzigen integrierten Stack die Ausführung von KI-Agenten einzudämmen und die Verantwortlichkeit zu stärken.

Beitrag der SAP-Entwicklungsteams zu NVIDIA OpenShell

SAP-Entwicklungsteams tragen zu vier Bereichen des OpenShell-Projekts bei. Im Hinblick auf die Plattformarchitektur hat SAP an der Dekomposition der Laufzeitumgebung in Komponenten mitgewirkt, die unabhängig voneinander implementiert werden können. Dies wird durch die Trennung der Supervisor-Schicht von der Ausführungsschicht für Agenten ermöglicht, sodass diese beiden Schichten unabhängig voneinander skaliert werden können. Im Hinblick auf den nativen Kubernetes-Betrieb haben die SAP-Entwicklungsteams einen Beitrag zur Operator-Unterstützung, der Verwaltung von Image Pull Secrets für private Container-Registries, der Erstellung benutzerdefinierter Vorlagen für Volume Claims und der Foreground-Löschung von Sandbox-Ressourcen geleistet. Darüber hinaus hat SAP daran mitgewirkt, den Speicherbedarf für Gateway-Images zu minimieren und die Treiber-Unterstützung für heterogene Infrastrukturen von Unternehmen zu verbessern. Dank der Beiträge zur Supervisor-Zustandsüberwachung und zur strukturierten Konfiguration auf Protokollebene erfüllt die Laufzeitumgebung nun auch Standards für die Beobachtbarkeit.

Die Joule-Studio-Laufzeitumgebung ist für Kunden und Partner der SAP im Oktober 2026 kostenlos verfügbar. Beginnen Sie jetzt mit der Entwicklung.


Andre Lamego ist Senior Vice President und Chief Product Officer für SAP Business AI Platform Fabric bei SAP.

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