Das Herzstück der SAP Sapphire macht die “neue SAP” erlebbar. Dafür erzählt es Besuchern die Geschichte einer Sport-Großveranstaltung von der Planung bis zum Spieltag – und hält am Ende ein besonderes Souvenir bereit.
Andreas Wendel ist sehr zufrieden: Insgesamt 11.200 Besucherinnen und Besucher haben auf der SAP Sapphire Orlando und Madrid das so genannte Experience Center besucht. Der in sich abgeschlossene Ausstellungsbereich wirkte wie ein Magnet auf Kunden, Partner, Mitarbeitende der SAP sowie Medienvertreter und Analysten. In den beiden baugleichen Centern gab es zusätzlich auch 123 geführte Touren.
„Der Ansturm war so groß, dass in Orlando die Schlange zeitweise einmal um das ganze Experience Center ging, das immerhin eine Fläche von ungefähr 1000 m2 umfasst“, erzählt der Head of Innovation Experience Services im Gespräch mit SAP News. Was aber verbarg sich in dem überdimensionalen Kasten inmitten der Messehalle, wofür manche Besucherinnen und Besucher Wartezeiten von mehr als einer Stunde in Kauf nahmen?
Sport weckt Emotionen
„Wir hatten dieses Jahr die Aufgabe, das Thema ‚Autonomous Enterprise‘ darzustellen. Das ist ein sehr technologisches Thema, und wir reden viel über künstliche Intelligenz, Agents, über Joule Assistants“, sagt Wendel. Was CEO Christian Klein und seine Vorstandskollegen in ihrer Eröffnungsrede erläuterten und anhand von Demos gezeigt wurde, wollte das Team um Andreas Wendel wirklich anschaulich machen.
Schon ein halbes Jahr vor der Sapphire begann die Planung, bei der das Team auch viele weitere Experten aus unterschiedlichen Bereichen unterstützten. Sie kamen zum Beispiel aus Strategie, Entwicklung oder Produktmarketing. Zahlreiche Partner, Kunden und Dienstleister kamen nach und nach an Bord. Wendel schätzt, dass nahezu 100 Individuen am Konzept mitgearbeitet haben.
Als roten Faden für ihre Geschichte wählten sie ein Sport-Großereignis und das Motto „From Competition to Collaboration“ (dt. vom Wettbewerb zur Zusammenarbeit) – passend zu einem großen internationalen Fußballturnier, das dieses Jahr in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Wendel sagt: „Bei all den Technologiediskussionen auf der Sapphire ist Sport ein Thema, das die Menschen emotional anspricht. Wir nutzen also ein Sport-Ereignis und zeigen, wie SAP mit unterschiedlichen Lösungen unterstützt, um so ein Event überhaupt planen und umsetzen zu können.“
Wendel sagt: „Für Zuschauer ist es ein Erlebnis, aber damit ein Mega-Event reibungslos ablaufen kann, müssen alle Gerätschaften, alle Technologien um ein Stadion herum auch funktionieren. Wir zeigen, wie beispielsweise das Thema Autonomous Asset Management sicherstellt, dass die Infrastruktur am Tag des Events auch funktioniert.“
Spielertunnel und Rohrleitung mit Robodog
Lasst uns mit Andreas Wendel einen Rundgang unternehmen. Wir betreten das Experience Center durch eine Art Spielertunnel und erreichen die Loge mit Blick auf ein imaginäres Stadion für ein internationales Fußball-Großereignis. Diese Station, „Plan the Game“, richtet den Blick auf das große Ganze und zeigt, wie SAP KI, Daten und Anwendungen zusammen- und alle Aspekte einer Sportgroßveranstaltung unter einen Hut bringt.
Wendel erklärt zunächst, wie SAP-Lösungen in der Planungsphase unterstützen: „Wir zeigen, wie Kunden beispielsweise unsere Finanz- und Planungslösungen lange vor dem Event einsetzen können. Wir präsentieren, wie Agents und Joule Assistants zukünftig helfen, Ereignisse frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln, sodass ich im Budgetrahmen bin.“
Sein Kollege Pranav Avadhanula, Solution Advisor Finance and AI, macht das anhand eines konkreten Beispiels deutlich: An einem großen Monitor sehen die Besucherinnen und Besucher, wie er Joule Agents einsetzt, um für das Sicherheitskonzept des Events in Mexiko die geeignetsten Anbieter zu finden und verschiedene Kombinationsmöglichkeiten und Szenarien zu simulieren. Dabei berücksichtigt der Agent auch die mögliche Kursentwicklung des mexikanischen Pesos gegenüber dem US Dollar.
„Build the Stage“ heißt die Station, die zeigt: Bevor die Fans jubeln, passiert die eigentliche Arbeit im Hintergrund. Die Modernisierung eines Stadions erfordert präzise Planung, Budgetdisziplin und reibungslose Abläufe. SAP unterstützt dabei, alle Details zu orchestrieren – von Personal und Reisen bis zur Beschaffung von Materialien. So wird das Stadion pünktlich und im Budgetrahmen bereit für das große Spiel – unterstützt durch Autonomous Spend, Autonomous HCM und Autonomous Project Delivery.
Der nächste Raum zeigt Anwendungen, die beim Betrieb eines Stadions für die Besucher nicht sichtbar, aber dennoch immens wichtig sind. Das Szenario, das von den Besucherinnen und Besuchern wohl am häufigsten gefilmt wurde: Ein Roboter in Hundegestalt, zur Verfügung gestellt von dem Partner Boston Dynamics, bewegt sich dabei entlang einer Reihe von Rohrleitungen. Er spürt mit Hilfe verschiedener Sensoren vollautomatisch ein vom System festgestelltes Leck auf. Sobald er es gefunden und analysiert hat, erteilt das System dem zuständigen Mitarbeiter aus der Instandhaltung einen digitalen Reparaturauftrag.
Wendel sagt: „Was immer sehr gut ankommt: Im Bereich Asset Management zeigen wir nicht nur unsere digitalen Lösungen, sondern beispielsweise auch, wie das Thema Embodied AI und Robotics in Zukunft zu einem reibungslosen Betrieb beitragen kann. Am besten durch Use Cases unserer Kunden.“ Er betont: „Diese physischen Elemente sind uns ganz wichtig, da sie die SAP-Lösungen anfassbar machen. Das reduziert ein Stück weit auch die Komplexität.“
Fans findet auch die so genannte „Hall of Fame“, in der wichtige Kunden mit einem eigenen Pokal geehrt werden. „Wir hatten in Orlando eine Tour mit einem Kunden, und die Mitarbeiter haben ihre Trophäe gesehen, haben gejubelt und Fotos gemacht wie bei einem Champions League Finale. Das war so ein Moment, der gezeigt hat: Die Details, die hier drinstecken, sind einfach unglaublich.“
Nicht einfach nur ein Trikot
Der krönende Abschluss des Besuchs ist dann der Fanshop, der unter dem Motto „Monetize the Moment“ zeigt, wie Veranstalter Einnahmen durch Merchandise generieren können. Die Besucherinnen und Besucher scannen ihren Sapphire-Batch und bestellen an einem Terminal ihr personalisiertes Wunsch-Trikot, das in zwei Farben erhältlich ist.
Sie beobachten dann, wie eine Maschine die Trikots automatisiert mit ihrem Wunschtext und ihrer Rückennummer bedruckt. Ein humanoider Roboter des Partners Aimbo Robotics sortiert die Kisten mit den fertigen Trikots in Regale ein. Trotz der vielen Bestellungen sind diese dann circa zwei Stunden später an einem Ausgabeschalter außerhalb des Centers zur Abholung bereit.
Der Clou: Die Trikots haben einen NFC-Chip eingearbeitet. „Wenn man das Handy dranhält, bekommt man alle Inhalte des Experience Centers auch noch mal auf dem Handy angezeigt“, erklärt Wendel. „Also es ist nicht nur ein nettes Trikot, sondern es hat auch noch die Funktion, die Inhalte zu Hause noch einmal anschaulich zu machen.“
Er betont, dass sein Team die Center zwar für die Sapphire entwickelt und aufbaut, die unterschiedlichen Stationen aber entweder auf anderen Veranstaltungen oder in einem der zahlreichen fest installierten Experience Center erneut zeigt. Messebauliche Teile lagert das Team zum Teil auch ein. „Uns ist es wichtig, da nachhaltig zu arbeiten“, sagt Wendel.
Schwer zu toppen
Die vielen Monate Vorarbeit des Teams und die langen Abende in der Messehalle, kurz bevor die Sapphire startet, haben sich auf jeden Fall gelohnt. Auf die Rückmeldungen angesprochen, sagt Andreas Wendel abschließend: „Durch unser Konzept können wir das komplette Portfolio, aber auch die Industriestärke der SAP, greifbar machen. Dieses Jahr sind etliche Leute zu uns gekommen und haben gesagt: ,ihr habt letztes Jahr was richtig Cooles gemacht, aber ihr habt es geschafft, es dieses Jahr zu toppen‘ – und das ist gar nicht so einfach!“
SAP-Innovation hautnah erleben
SAP Experience Center machen Innovation durch reale Geschäftsszenarien, interaktive Showcases und branchenspezifisches Storytelling erlebbar. An 31 Standorten weltweit vernetzt SAP Anwendungen, Daten und KI, um komplexe geschäftliche Herausforderungen in greifbare Lösungen zu verwandeln.
Interessierte Kunden und Partner können SAP Experience Center online erkunden, eine Tour buchen oder einen Eindruck vom SAP AppHaus gewinnen.
Titelbild von Nate Lane.
Dieser Artikel erschien zuerst im Mitarbeiterportal, SAP One.


