Zespri führt SAP S/4HANA, Private Cloud Edition ein

Der weltweit größte Kiwifruchtvermarkter ist einer der ersten Kunden des neuen Angebots „RISE with SAP“, um sein Digitalisierungsprogramm weiter in der Cloud voranzutreiben.

Zespri International, der weltweit größte Kiwifruchtvermarkter, ist bereits seit längerer Zeit SAP-Kunde. Die neuseeländische Erzeugergenossenschaft zählt zu den ersten SAP-Kunden, die den neuen Cloudservice SAP S/4HANA, private cloud edition im Rahmen des Angebots RISE with SAP nutzen.

SAP S/4HANA, private cloud edition, macht den Wechsel in die Cloud einfacher und schneller. Dies gilt insbesondere für Kunden, die ältere SAP-ERP-Systeme im Einsatz haben. „Zespri ist ein großes und schnell wachsendes Unternehmen. Und wir brauchen ausgereifte Prozesse und Systeme, um unser Wachstum voranzutreiben“, erklärt Dave Scullin, Chief Digital Officer von Zespri.

„Die Einführung standardisierter SAP-Kernplattformen an sich wird einen Wandel mit sich bringen und uns gleichzeitig ermöglichen, von der SAP-Cloud-Roadmap zu profitieren, um Innovationen schnell einzusetzen“, betont er. „Unsere Transformation wird uns nicht nur helfen, Geschäftsrisiken durch den Umstieg auf Standardsysteme zu verringern, sondern auch, mehr Daten zu sammeln und zu analysieren. So können wir unsere Logistikkette genauer planen und schnelle Entscheidungen in Bezug auf Versand und Marktaufteilung treffen“, fügt Scullin hinzu.

Der Umstieg auf die Cloud war eine strategische Entscheidung

„Der Umstieg auf die Cloud war für uns eine wichtige strategische Entscheidung, die uns mehr Flexibilität, Skalierbarkeit und schnellere Innovationszyklen ermöglicht. Wir wissen, dass die Private-Cloud-Funktionen der SAP in den letzten Jahren wesentlich verbessert wurden, insbesondere im Hinblick Kundenflexibilität, Sicherheitsniveau der Services und Automatisierung. Somit ist die neue Private Cloud Edition das Beste für den langfristigen Erfolg unseres Geschäfts.

„Auf diese Weise können wir uns auf die Umstellung unserer Prozesse und Systeme konzentrieren und wissen, dass unsere zugrunde liegende Infrastruktur- und Rechenplattformen sicher, stabil und verfügbar sind“, sagt Scullin.

„Unser Ziel ist es, langfristig nachhaltigen Mehrwert für Kiwifruchterzeuger zu schaffen, indem wir den Verbrauchern über zwölf Monate im Jahr das weltweit führende Sortiment an Markenkiwis bieten“. In einem Zoom-Video erklärt Scullin, dass sich Zespri für SAP als wichtigen Technologiepartner entschieden hat, um die Prozesse im gesamten Unternehmen zu standardisieren und zu automatisieren, die Effizienz zu steigern und eine Plattform für Wachstum und Innovation bereitzustellen.

Digitalisierungsprogramm mit SAP für Wachstum und Innovation

Mit SAP S/4HANA Cloud schafft Zespri die Voraussetzungen für ihr ambitioniertes, mehrere Jahre umfassendes Digitalisierungsprogramm Horizon. „Die Technologie wird die Arbeitsweise in unserem Unternehmens verändern. Sie wird Altsysteme und Prozesse ersetzen, die vor 20 Jahren entwickelt worden waren, denn wir müssen dem enormen Wachstum der vergangenen Jahre Rechnung tragen“, betont Scullin, der auch Mitglied des Führungsteams von Zespri ist.

„Die Lösung wird alte Systeme und Prozesse ersetzen, die für eine viel kleinere, viel weniger komplexe Branche vor 20 Jahren konzipiert worden waren, was uns, offen gesagt, jetzt davon abhält, unsere Ziele zu erreichen.“

Durch die starke Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Früchten, hat Zespri im Jahr 2019/20 weltweit einen Umsatz in Höhe von 3,14 Mrd. NZD (1,8 Mrd. Euro) erzielt. Langfristig rechnet die Branche damit, dass das globale Angebot an Kiwifrüchten von 164,4 Mio. Schalen im Jahr 2019/20 auf rund 280 Mio. Schalen im Jahr 2030 steigen wird.

„Wir befinden uns in der sehr glücklichen Lage, dass die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. Deshalb ist es unser Ziel, auf der Nordhalbkugel mehr Kiwifrüchte anzubauen, damit wir die Ladenregale 365 Tage im Jahr füllen können“, so Scullin. Die Kiwifruchtindustrie ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen, bedingt durch die steigende Zahl gesundheitsbewusster Verbraucher, die nach Produkten suchen, die gut schmecken und nahrhaft sind.

Das Potenzial nutzen, die Zukunft gestalten

„Mit Horizon werden wir unser Potenzial weiter ausschöpfen und unseren Erzeugern und Aktionären deutlich mehr bieten“, erklärt Scullin. „Wir werden im gesamten Unternehmen moderne Systeme und Prozesse einführen – vom Finanzwesen und der Logistikkette bis hin zum Vertrieb, dem Erzeuger, der Umsetzung und der Kooperation sowie der integrierten Unternehmensplanung. So werden wir in der Lage sein, unser Produkt noch schneller und zuverlässiger an die Verbraucher zu liefern und Mehrwert für die Erzeuger zu schaffen. Vor allem aber werden wir noch besser in der Lage sein, zu wachsen und die Renditen der Branche für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.

Zespri hatte eine SAP-ECC-Landschaft betrieben, die laut Scullin stark angepasst war. Doch die Altsysteme waren bereits in die Public Cloud von Microsoft Azure verlagert worden. Nach einer sorgfältigen Evaluierung im Rahmen des Digitalisierungsprojekts Horizon und einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse kam man zu dem Schluss, dass die Private-Cloud-Option von SAP am besten für Zespri geeignet und auf lange Sicht strategisch am sinnvollsten sein würde.

Die digitale Lieferkette sorgt für genauere Prognosen

„Der Schwerpunkt des Projekts liegt zunächst darauf, unsere Plattformen bereitzustellen und unsere grundlegenden Systeme und Prozesse zu modernisieren“, sagt Scullin. So kann das Unternehmen seine Logistikkette genauer planen und längerfristige Prognosen erstellen. Der Vertrag mit SAP beinhaltet neben der SAP S/4HANA, private cloud edition, auch die Implementierung mehrerer Lösungen für die digitale Lieferkette. Zespri wird SAP Analytics Cloud, die SAP Integration Suite Platform und mehrere von SAP unterstützte Partnerlösungen einführen.

Die Implementierung wird von einem Verbund aus mehreren Partnern durchgeführt, darunter Deloitte NZ in Zusammenarbeit mit ZAG, einer Tochtergesellschaft von Accenture. Das Projekt wird in verschiedene Phasen eingeteilt. In der ersten Phase, im Februar 2021, wird der digitale Kern gebaut. Dabei liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf Kerngeschäftsprozessen wie Finanzwesen und Logistik und später auf Geschäftsplanung und Vertriebsunterstützung.