SAP plant Ausstieg aus Russland

SAP ist weiter entschlossen, die Ukraine zu unterstützen.

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass koordinierte staatenübergreifende Sanktionen der beste Weg sind, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Daher haben wir diese ausnahmslos umgesetzt. Als Arbeitgeber und Anbieter von geschäftskritischer Software tragen wir aber eine größere Verantwortung und sind deshalb sogar über die Sanktionen hinausgegangen. So haben wir beispielsweise den Vertrieb in Russland und Weißrussland gestoppt und sind dabei, den gesamten Cloud-Betrieb in Russland einzustellen.

Heute kündigen wir weitere Schritte für den geordneten Ausstieg  aus unserem Geschäft in Russland an – einem Markt, in dem wir seit mehr als 30 Jahren tätig sind und ein hervorragendes Team aufgebaut haben. Während wir unseren Betrieb in Russland herunterfahren, legen wir einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Auswirkungen für unsere dortigen Mitarbeiter auf verantwortungsvolle Weise zu handhaben.

Cloud-Dienste

Die Daten in den Rechenzentren gehören den Kunden, nicht der SAP.  Im Rahmen der Einstellung unseres Cloud-Betriebs haben wir daher nicht-sanktionierte Unternehmen in Russland vor die Wahl gestellt, ihre Daten löschen zu lassen, in Eigenregie zu übernehmen oder in ein Rechenzentrum außerhalb Russlands zu überführen. Russischen Firmen, die sich für die Migration ins Ausland entschieden haben, werden wir ihren Vertrag nach Ablauf der aktuellen Abonnementlaufzeit nicht verlängern.

On-Premise-Produkte

Wir geben außerdem unsere Absicht bekannt, den Support und die Wartung unserer On-Premise-Produkte in Russland einzustellen. Wir prüfen derzeit verschiedene Optionen, wie sich diese  Entscheidung umsetzen lässt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass wir unseren rechtlichen Verpflichtungen gegenüber nicht-sanktionierten Kunden in jedem Fall weiter nachkommen. Es ist wichtig zu wissen, dass bestehende On-Premise-Kunden in Russland ihre Produkte unabhängig von der Entscheidung der SAP weiter nutzen können.

Humanitäre Hilfe

In der Zwischenzeit bauen wir unsere Hilfe für die Menschen in der Ukraine weiter aus. Vor kurzem haben wir einen zusätzlichen Beitrag von 700.000 € zur Unterstützung von Flüchtlingen in der Region angekündigt. Damit erhöht sich unser gesamter Spendenbeitrag auf mittlerweile 3,7 Mio. €. Darüber hinaus unterstützen wir Hilfsmaßnahmen auch mit SAP-Software. Vor kurzem haben wir einer Nichtregierungsorganisation, die mit der Abteilung für medizinische Beschaffung der Ukraine zusammen arbeitet, kostenlose SAP Ariba Lösungen zur Verfügung gestellt. Diese ermöglichen  dem Ministerium für Gesundheitswesen der Ukraine schnellen Einkauf medizinischer Güter. Außerdem können Lieferanten über das SAP Business Network humanitäre Hilfe für die Ukraine anbieten, was bereits etwa 2.500 Unternehmen getan haben.

Unsere Herzen und unsere Hoffnung sind bei den Menschen der Ukraine. Mehr als alles andere wünschen wir uns ein Ende des Krieges. Bis dahin wird SAP den Betroffenen weiter helfen und sich für die Wiederherstellung des Friedens einsetzen.