Um mögliche KI-Anwendungsfälle zu erkunden, bei denen kognitive Roboter Mehrwert liefern könnten, lud das Team von Project Embodied AI eine ausgewählte Gruppe an SAP-Kunden ein, sich dem „Physical AI and Cognitive Robots Exploration Council“ anzuschließen. Einer dieser Kunden ist BITZER.
SAP Connect Days for Supply Chain
Neue Potenziale durch digitale Vernetzung und Automatisierung nutzen
2. und 3. März 2026 | Areal Böhler Düsseldorf
BITZER spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle und steht auf der ganzen Welt für Sicherheit, Gesundheit und Komfort. Die fortschrittliche Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik des Unternehmens sorgt dafür, dass in Supermarktregalen, Hotelzimmern und Operationssälen von Krankenhäusern stets die richtige Temperatur gewährleistet werden kann, ganz egal, wie kalt oder warm es in der näheren Umgebung ist. Die Kompressoren des Unternehmens sind unerlässlich für die Lagerung von Medikamenten, die Konservierung verderblicher Waren während des Transports und die Verarbeitung von Tiefkühlprodukten Aber das ist noch längst nicht alles: Dank der Technik von BITZER können Eishockeyspieler über Eisflächen gleiten und Brauereien Hefe für Bier gären lassen.

BITZER ist ein langjähriger Kunde von RISE with SAP. Und genau wie die SAP entwickelt das Unternehmen fortwährend Innovationen für seine Produkte, um an der Spitze zu bleiben. Christian Stenzel, Vice President of Organization and IT bei BITZER, hat eine klare Vision für eine SAP-Strategie, bei der die Einführung und schnelle Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) an vorderster Stelle stehen: „Bei BITZER ist die Optimierung von Geschäftsprozessen genauso wichtig wie Produktinnovation.“
Auch SAP Research and Innovation arbeitet daran, SAP durch die Nutzung neuer Technologien voranzubringen. Ein Team widmet sich deshalb derzeit der Initiative „Project Embodied AI“. Im Rahmen des Konzepts von Embodied AI – der verkörperten künstlichen Intelligenz – wird KI mit einer physischen Form kombiniert. Ein Beispiel dafür sind Roboter, die ihr Umfeld wahrnehmen und in der realen Welt handeln können. Embodied-AI-Agenten sind eine Weiterführung dieses Ansatzes: Dabei werden die Möglichkeiten von SAP Business AI auf den physischen Betrieb ausgeweitet, indem Roboter mit kognitiven Fähigkeiten ausgestattet werden.
Um mögliche Anwendungsfälle zu erkunden, bei denen kognitive Roboter Mehrwert liefern könnten, lud das Team von Project Embodied AI eine ausgewählte Gruppe an SAP-Kunden, bestehend aus zukunftsorientierten Führungskräften und Fachleuten für Innovation, ein, sich dem „Physical AI and Cognitive Robots Exploration Council“ anzuschließen. Einer dieser Kunden ist BITZER.
„Bedarfsgesteuerte Produktion ist in unserem Geschäft essenziell“, berichtet Stenzel, der sofort erkannte, welches Potenzial der Einsatz von Robotern zur Bewältigung von Bedarfsschwankungen bietet.

BITZER nutzte bereits die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) sowie SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) für SAP S/4HANA Cloud und verfügte somit über die ideale Softwarelandschaft für eine Machbarkeitsstudie.
Im Vorfeld der Studie wurde der 4NE1 von NEURA, einer der fortschrittlichsten humanoiden Roboter Europas, mithilfe der Software NVIDIA Isaac Sim virtuell für einen Anwendungsfall im Bereich der Kommissionierung trainiert.
Video ansehen: SAP x NEURA x BITZER
Neuer Maßstab in der intelligenten Automatisierung
Diese Machbarkeitsstudie im Rahmen von Project Embodied AI setzt laut Stenzel neue Maßstäbe bei der intelligenten Automatisierung in Lagern. Die Untersuchungen lieferten folgende Ergebnisse:
- Nahtlose Integration: SAP EWM ist direkt mit physischen Lagerprozessen verknüpft, sodass keine kostspielige Middleware erforderlich ist.
- Hohe Autonomie: Die Roboter führten Kommissionierungsaufgaben eigenständig aus und demonstrierten so ein hohes Maß an Autonomie auf Aufgabenebene.
- Agilität und Flexibilität: Roboter könnten eine bedarfsgesteuerte Produktion ermöglichen, rund um die Uhr arbeiten und sich auf Änderungen beim Bedarf einstellen.
- Zuverlässige Prozesse: Durch die automatische Erstellung von Materialbestellungen könnten operative Fehler reduziert werden.
Entscheidender Schritt nach vorn
Laut Dr. Lukasz Ostrowski, Head of Embodied AI and Robotics bei SAP, stellt diese Machbarkeitsstudie einen bedeutenden Meilenstein dar: „Die Machbarkeitsstudie bei BITZER ist ein großer Sprung nach vorn, um aus erster Hand zu erfahren, wie die Möglichkeiten von SAP Business AI auf den physischen Betrieb ausgeweitet werden können. Weitere Machbarkeitsstudien sind in Planung, da im Rahmen von Project Embodied AI weiterhin der geschäftliche Nutzen von verkörperter künstlicher Intelligenz ausgewertet werden wird.“
Alles Wichtige auf einen Blick
Bei Embodied AI wird KI mit einer physischen Form kombiniert, etwa mit Robotern, die in der realen Welt ihr Umfeld wahrnehmen und entsprechend handeln können.
Embodied-AI-Agenten sind eine Weiterführung dieses Ansatzes und weiten die Möglichkeiten von SAP Business AI auf den physischen Betrieb aus, indem Roboter mit kognitiven Fähigkeiten ausgestattet werden. Dabei greifen die folgenden Bestandteile ineinander:
Embodied-AI-Agenten sind Joule Agents, die das Funktionsspektrum digitaler Agenten über die Embodied-AI-Schicht auf physische Aufgaben ausweiten. Dank der Embodied-AI-Schicht können sie den Geschäftskontext sowie ihre physische Umgebung nachvollziehen und auswerten und in Einklang mit den Prioritäten des Unternehmens autonom Aktionen ausführen. Diese Agenten können auch die Aufgaben verschiedene Rollen übernehmen, beispielsweise Sichtprüfungen, Lagerkommissionierung, Verpackung und Qualitätsprüfungen.
Als KI-Betriebssystem der SAP dient AI Foundation. AI Foundation auf Basis der SAP BTP ist somit der zentrale Einstiegspunkt für unter anderem SAP Knowledge Graph, SAP Business Data Cloud, Joule Studio und SAP AI Core.
Joule Agents sind die sofort einsatzfähigen KI-Agenten von SAP, die planen, logische Schlussfolgerungen ziehen und eigenständig Aufgaben erledigen können. Diese Agenten sind mit SAP-Geschäftsanwendungen verknüpft und werden für die intelligente Automatisierung im digitalen Bereich verwendet. Kunden können Joule Studio verwenden, um Customer Agents zu erstellen und anzupassen. Das Agent2Agent-(A2A-)Protokoll stellt sicher, dass die Agenten zusammenarbeiten können.
Die Embodied-AI-Schicht fungiert sozusagen als „Zentralnervensystem“ für Embodied-AI-Agenten und bietet wiederverwendbare Services, mit denen Joule Agents über kognitive Roboter mit der physischen Welt interagieren können. Diese Schicht sorgt dafür, dass die Robotertechnik unabhängig vom jeweiligen Hersteller standardisiert werden kann. Zudem wird darüber die Kommunikation zwischen autonomen, physischen Systemen und dem digitalen Kern von SAP gesteuert. Dadurch können Robotik-Anwendungsfälle in der gesamten SAP Business Suite umgesetzt werden. Services innerhalb dieser Schicht ermöglichen es, Geschäftsaufgaben unter Berücksichtigung relevanter Prozessrichtlinien durch Roboter physisch ausführen zu lassen. Zudem stoßen diese Services Maßnahmen und Workflows an, damit Vorgänge in der realen Welt auch digital nachverfolgt werden können.
Weitere Informationen über Embodied-AI-Agenten finden Sie auf der Webseite des SAP Architecture Center. Melden Sie sich hier an, um an der Initiative „Project Embodied AI“ teilzunehmen.



