Wie schafft es ein seit 125 Jahren bestehendes Technologieunternehmen, sich für das KI-Zeitalter neu auszurichten? NEC ist bereits dabei, diese Herausforderung zu bewältigen, und geht von kontinuierlicher Transformation zu KI im großen Maßstab über.

Die 1899 gegründete NEC Corporation ist eines der führenden Technologieunternehmen Japans und weltweit in den Bereichen IT-Dienstleistungen, Telekommunikation und digitale Infrastruktur tätig. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Unternehmen immer wieder neue technologische Entwicklungen mitgemacht. Doch der Wandel, den wir aktuell beobachten, ist anderer Natur, denn künstliche Intelligenz (KI) ist mehr als nur ein weiterer Innovationszyklus: KI bringt eine grundlegende Umwälzung betrieblicher Prozesse mit sich.

Für NEC bedeutet dies, dass nicht nur die Technologie überdacht werden muss, sondern auch die Art und Weise, wie die Arbeit bewältigt wird, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Mehrwert geschaffen wird.

Auf dem Weg zum KI-Unternehmen

In einem Gespräch mit Thomas Pfiester, Head of Customer Engagement & Adoption und Mitglied des erweiterten Vorstands der SAP SE, erläuterte Toshihiko Nakata, Chief Information Officer (CIO) von NEC, wie das Unternehmen dieser Herausforderung begegnet und warum mehr als nur Technologie notwendig ist, um sich zu einem KI-Unternehmen zu entwickeln.

Am Anfang der Entwicklung von NEC zu einem KI-Unternehmen stand nicht KI, sondern eine grundlegende Neuausrichtung der Abläufe des Unternehmens. Durch die Vereinheitlichung von Systemen, Prozessen, Daten und Organisation hatte NEC den Grundstein für eine kontinuierliche Transformation gelegt.

Das Unternehmen konnte im Laufe der Zeit so ein starkes digitales Fundament aufbauen, Prozesse standardisieren, eine Clean-Core-Strategie verfolgen und die Transparenz erhöhen. Auf diese Weise wurde eine stärker vernetzte, datengesteuerte Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen ermöglicht.

Umstellung auf die Cloud als Voraussetzung für Modernisierung

Damit war NEC in der Lage, frühzeitig seine Kernsysteme mit RISE with SAP zu modernisieren. Die Umstellung auf die Cloud war dabei nicht das einzige Ziel. Es ging darum, eine flexiblere und widerstandsfähigere Umgebung zu schaffen, um mit sich ändernden Geschäftsanforderungen Schritt halten und gleichzeitig die Komplexität bewältigen zu können, die im Laufe der Jahre entstanden war.

„Durch den Umstieg auf RISE with SAP haben wir die Grundlage geschaffen, um unsere Unternehmensinfrastruktur zu modernisieren und schneller KI-Agenten wie Joule nutzen zu können“, so Nakata-san.

Die Vereinfachung dieser Landschaft wurde zu einer strategischen Priorität. Mit seinem Clean-Core-Ansatz reduziert NEC die Komplexität, schafft das Fundament für schnellere Innovationen und macht den Kern zu einer Plattform für kontinuierliche Verbesserung, anstatt nur die bestehenden Funktionen aufrechtzuerhalten.

KI-Funktionen in den Arbeitsalltag einbauen

Aufbauend auf dieser Grundlage geht NEC nun zur nächsten Phase über – der Ausweitung von KI auf das gesamte Unternehmen. Anstatt künstliche Intelligenz für isolierte Anwendungsfälle zu nutzen, bettet das Unternehmen KI-Funktionen in den Arbeitsalltag ein, um Mitarbeitende zu unterstützen, Prozesse zu optimieren und neue Arbeitsweisen zu ermöglichen. Gemeinsam mit SAP optimiert NEC die Entscheidungsfindung durch die Nutzung von KI und integriert Funktionen wie SAP Business AI und Joule direkt in die Geschäftsprozesse.

NEC sieht KI als treibende Kraft für die nächste Phase der Unternehmenstransformation. Nakata-san betont zudem, dass Technologie allein nicht ausreicht, um das Potenzial von KI auszuschöpfen. Unternehmen müssen auch in der Lage sein, sich fortwährend neu auszurichten – und genau das ist der Grundpfeiler des Erfolgs von NEC.


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Panagiotis Moutas ist für Executive Communications, Customer Engagement & Adoption bei der SAP tätig.