SAP verhilft Robotern von ANYbotics zu besseren Abläufen

ANYbotics schickt seine Roboter überall hin. Die vierbeinige Maschine namens ANYmal kann in gefährlicher Umgebung arbeiten und sich auf schwierigem Gelände fortbewegen. Nun hilft SAP dem Start-up und seinen ANYmals mit SAP Business ByDesign noch effizienter zu arbeiten.

Der Laufroboter ANYmal ähnelt optisch einem mittelgroßen Hund. Wie sein tierisches Äquivalent kann er über Waldboden laufen, durchs Wasser waten und sich durch hohes Gras bewegen. Sogar auf wackeligen Bretten und Stufen kommt er sicher voran. Von ANYbotics in Zürich entwickelt, kombiniert der vierbeinige Roboter hochmoderne Computersysteme mit robuster Hardware.

Elektronischer Hund: Der beste Freund der Mitarbeiter

ANYmal kann nicht nur autonom laufen, traben und springen, sondern sich auch ducken, strecken, drehen und neigen. Er überwindet größere Hindernisse, kriecht durch Röhren, erreicht Gebäude über Stufen und hat kein Problem mit Schnee, Wind, Regen oder Hitze.

Der intelligente elektronische Hund übernimmt schmutzige, langweilige oder gefährliche Aufgaben. Das macht ihn zum idealen Begleiter des menschlichen Arbeiters. ANYmal kann auf dem Bau, in Minen und an entlegenen Orten eingesetzt werden. Auf Offshore-Plattformen und in Abwasserkanälen hat er schon zuverlässig komplexe Aufgaben erledigt. Unternehmen, die ANYmal einsetzen, senken damit nicht nur ihre Betriebskosten, sie minimieren auch Risiken für ihre Mitarbeiter und Anlagen.

Stufen, Hindernisse und Unebenheiten erkennen

ANYmal ist auch in der Lage, automatische optische und akustische Inspektionen durchzuführen. Über Laser-Abstandssensoren und Stereokameras nimmt er seine Umgebung wahr. Die Kameras und Sensoren helfen ihm, seine Position zu bestimmen sowie Stufen, Hindernisse und Unebenheiten zu erkennen. Für den Einsatz in der Industrie kann ein Schwenk-/Neigekopf befestigt werden, der mit verschiedenen Funktionen und Werkzeugen ausgestattet sein kann, zum Beispiel Wärmebild-Zoomobjektiv, Gasdetektor oder LED-Leuchte.

Während bei Drohnen und Robotern auf Rädern die Bewegungsmöglichkeiten begrenzt sind, verfügt ANYmal über das intelligente Robotergelenk ANYdrive mit seriell-elastischen Aktoren (Series Elastic Actuators, SEA). Dabei handelt es sich um kompakte Module mit intelligenter Steuerelektronik, die komplett abgedichtet sind. Das Design dieser Aktoren oder „künstlichen Muskeln“ ist von der Natur inspiriert, wo Sehnen und Muskeln zusammenarbeiten, um Kraft und Geschwindigkeit zu regulieren. Alle Gelenke können um 360 Grad gedreht werden und ermöglichen so vielseitige Manöver. 

ERP-Cloud-Lösung sorgt für optimierte Abläufe bei ANYbotics

Die Entwicklung der Technologie für ANYmal begann im Autonomous Systems Lab an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich und wurde dort im Robotic Systems Lab fortgesetzt. Neun Jahre Forschung hatten die Wissenschaftler in die Entwicklung der Maschine investiert. 2016 wurde dann das Spin-off-Unternehmen ANYbotics gegründet und begann mit der Vermarktung und Produktion des Roboters. 2019 führte das Start-up die Software SAP Business ByDesign ein, um all seine Geschäftsabläufe damit zu steuern.

SAP Business ByDesign ermöglicht uns, unsere Prozesse in Fertigung, Vertrieb und Finanzwesen in einem cloudbasierten Tool zu integrieren. Dadurch verringern wir die Komplexität und können unser Unternehmen ausbauen. Die großen Datensätze, welche aus autonomer Inspektionseinsätze mit ANYmal gesammelt werden, sollen in Zukunft mithilfe der SAP-Software bei unseren Kunden eingespeist und verarbeitet werden“, erklärt Fredrik Isler, CFO von ANYbotics.

ANYmal wurde mit der Open-Source-Software ROS (Robot Operating System) entwickelt. ROS ermöglicht es, neue Fähigkeiten schnell in ein bestehendes Softwaresystem zu integrieren und vorhandene ROS-Komponenten wiederzuverwenden. Der hundeähnliche Roboter kann so problemlos für kundenspezifische Projekte programmiert werden. Auf Wunsch kann ANYmal sogar tanzen oder als Paketzusteller eingesetzt werden. Die Batterie reicht für drei Stunden autonomen Betrieb. Dann findet der Roboter seinen Weg zur Ladestation, dockt dort an und lädt seinen Akku wieder auf.