Intelligente Unternehmen: Darum drängt die Zeit

Intelligente Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen und das Internet der Dinge sind zunehmend in aller Munde.

Wir können tagtäglich beobachten, dass diese Innovationen für den künftigen Erfolg von Unternehmen entscheidend sind. Hier trifft Data Sience auf algorithmusbasierte Automatisierung. Branchenexperten warnen immer wieder, dass Unternehmen, die die datengesteuerte Automatisierung und Entscheidungsfindung nicht vorantreiben, ihre Existenz gefährden.

Doch wie bei jeder anderen neuen Technologie kann es leicht passieren, dass man die Vorteile intelligenter Technologien übersieht, wenn man vor dem ständigen Strom von Fake News, Angstmacherei, unverständlichen Meldungen und gekonnt formulierten, frei erfundenen Versprechen die Ohren verschließt. Nach Meinung von Branchen- und Technologieanalysten ist es ein Fehler, den derzeitigen Vormarsch intelligente Technologie als halbherzige Marketingtaktik abzutun.

Accenture schreibt im Bericht Technology Vision 2018: „Unternehmen sind für ihr Wachstum auf technologiebasierte Partnerschaften angewiesen, aber ihre eigenen veralteten Systeme sind nicht dafür gemacht, groß angelegte Partnerschaften zu unterstützen. Die führenden Unternehmen von morgen werden die sein, die heute im großen Stil Partnerschaften anstreben und ermöglichen.“

Warum Unternehmen jetzt anfangen sollten, sich zu verändern

Unternehmen, die aus dem Rennen um die Digitalisierung als Marktführer hervorgehen wollen, müssen drei grundlegende Herausforderungen bewältigen:

  • Aufbau der richtigen Innovationskultur: Unternehmen entwickeln sich ständig weiter. Mit einer weitreichenden Einführung digitaler Technologie stellen sie wichtige Weichen. Dafür brauchen sie Mitarbeiter mit den richtigen Talenten und Fähigkeiten sowie Partnerschaften, die es ihnen erlauben, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.
  • Aufbrechen alter Strukturen: Je älter und größer ein Unternehmen ist, umso schwieriger ist es, Veränderungen herbeizuführen. Die Mitarbeiter sind oftmals in einer restriktiven Unternehmenskultur gefangen, die von Richtlinien, Verfahren, zahllosen Führungsebenen und einer Scheu vor Risiken geprägt ist. Für Innovation und kreatives Denken bleibt wenig Raum.
  • Abbau der IT-Komplexität: Im Durchschnitt werden fast drei Viertel des IT-Budgets dafür aufgewendet, die bestehende digitale Landschaft am Laufen zu halten. Das bedeutet leider auch, dass jede Chance, Daten als strategische Ressource zu verwalten und eine zentrale Stammdaten-Governance in der fragmentierten Anwendungslandschaft umzusetzen, zunichte gemacht wird. Die meisten Datenpunkte bleiben ungenutzt, weshalb Entscheidungsträgern wichtige Einblicke in die operative und finanzielle Leistung ebenso wie in Risiken und Chancen fehlen und sie nicht in Echtzeit reagieren können.

Die Probleme mögen vielschichtig sein – ungewöhnlich sind sie keineswegs. Unabhängig von Branche, Budget oder digitaler Reife lassen sich diese Herausforderungen nur mit einer Einstellung und Denkweise bewältigen, die flexibel genug ist, um sich auf neue Wege in der Geschäftstätigkeit einzulassen. Und natürlich braucht man auch die Zeit, um sich aller Probleme anzunehmen.

So schnell, wie sich Veränderungen heute vollziehen, haben auch digitale Technologien keine lange Lebensdauer. Jede bahnbrechende Innovation wird in nur zwei Jahren zur Mainstream-Technologie, auf die kein Unternehmen verzichten kann, das mit dem Wettbewerb Schritt halten möchte. Deshalb müssen Unternehmen für Investitionen in die Digitalisierung offen sein, die sie zukunftsfähig machen. Dabei müssen sie zunächst ein Fundament legen, auf dem sie neue Technologien wertschöpfend nutzen können – ob es diese bereits gibt oder nicht.

Mit einem digitalen Fundament, auf dem sie die digitale Innovation Schritt für Schritt und auf Basis von Daten angehen können, müssen Unternehmen nicht mehr warten, bis der passende Technologie-Stack verfügbar und erschwinglich ist. Stattdessen können sie sich zu intelligenten Unternehmen weiterentwickeln, die Folgendes bewältigen:

  • Eine durchdachte Entwicklung durchgängiger umfassender Prozesse und deren Abstimmung auf strategische Prioritäten
  • Den Aufbau einer zukunftsfähigen Unternehmensarchitektur und von Partnerschaften mit klarer Ausrichtung
  • Die Erreichung von Geschwindigkeit und Agilität, um neueste digitale Technologien einzuführen und ohne Verzögerung den Nutzen neuer Produkte, Services, Prozesse und Geschäftsmodelle nachzuweisen

Intelligente Technologien für größere Wettbewerbsfähigkeit 

Das Wunderbare an den intelligenten Technologien von heute ist, dass damit jedes Unternehmen die Chance hat, sich auf dem von ständigem Wandel und hohem Tempo geprägten Markt zu behaupten. Jedes Unternehmen, ganz gleich, wie groß es ist und wie lange es schon besteht, kann Innovationen nutzen und Ergebnisse ganz nach Bedarf zu jeder Zeit und an jedem Ort erzielen.

Doch um ganz neue Wege zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit zu gehen, müssen die Unternehmen sich mit diesen Technologien als intelligente Unternehmen etablieren. Die Demokratisierung erlaubt es Unternehmen nicht nur, diverse ausgereifte Lösungen zum Erhalt Ihrer Wettbewerbsfähigkeit einzuführen, sondern noch einen Schritt weiter zu gehen. Sie haben jetzt die Möglichkeit, sich einen Rundumblick auf alle Benutzerperspektiven zu verschaffen und eine digitale Vernetzung zu erreichen, die jene Hürden einreißt, die oftmals den Zugang zu Informationen aus allen Unternehmensbereichen behindert haben. Mit diesen neuen Möglichkeiten sind die Unternehmen bestens aufgestellt, um heute und in Zukunft erfolgreich zu sein.

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Oliver Huschke ist Global Head für Solution Marketing and Communications im Bereich SAP Digital Business Services. Folgen Sie ihm auf LinkedIn und Twitter.