Wozu braucht ein Unternehmen eine Datenstrategie?

Die Informationsflut nimmt weiter zu: Laut einer aktuellen IDC-Studie soll das weltweite Datenvolumen bis 2030 auf 175 Zettabyte steigen – eine Zahl mit 21 Nullen. Umso wichtiger ist es, den Datenfluss strategisch zu betrachten und unternehmensweit einen verantwortungsvollen Umgang mit dem „neuen Gold“ zu etablieren. Denn nur so lässt sich daraus Mehrwert schöpfen.

Fernseher, Röntgengeräte, Fitnessarmbänder oder Produktionsmaschinen – im vergangenen Jahr waren weltweit schätzungsweise rund 21 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden. Und es werden täglich mehr: 2022 sollen es Marktforschern zufolge bereits über 50 Milliarden sein. Anders gesagt: Die Zahl der Objekte und Sensoren im Internet der Dinge (Internet of Things/IoT) wird sich innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als verdoppeln. Und alle funken Informationen! Schon jetzt werden allein im Internet minütlich 3,4 Millionen Gigabyte an neuen Daten produziert. „Wer es schafft, aus dieser Datenflut relevante Informationen zu generieren und diese in einen wertschöpfenden Kontext zu bringen, wird am Markt künftig die Nase vorn haben“, ist Ramin Mirza, Head of Platform & Technologies bei SAP Deutschland überzeugt.

Datenstrategien sind noch Mangelware

Mirza empfiehlt CIOs deshalb, dafür möglichst zeitnah die richtigen Weichen zu stellen. „Konkret heißt das: Unternehmen müssen nicht nur in der Lage sein, eine Vielzahl von Daten aus unterschiedlichen Quellen zu visualisieren und zu analysieren“, so Mirza. Es gehe vor allem auch darum, auf dieser Basis Problemlösungen und Konzepte für neue Geschäftsmodelle proaktiv zu entwickeln. Er nennt das „#GiveDataPurpose“.

Dazu braucht es vor allem eins: eine fundierte Datenstrategie. Und genau die steht bei vielen Unternehmen nicht im Vordergrund. „Unternehmen haben in der Regel zwar HR-, Produkt- und Vertriebsstrategien, über Datenstrategien denken die meisten dagegen aber nicht nach“, so der SAP-Experte. Aus seiner Sicht eine Chance, die Unternehmen auf jeden Fall nutzen sollten. Eine Studie der IDC besagt in diesem Zusammenhang sogar, dass bis 2027 weltweit 75 Prozent aller Unternehmen vollständig digitalisiert sind und die übrigen mittelfristig vom Markt verschwinden werden. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Mirza CIOs deshalb, sich aktiv mit der Datenstrategie im eigenen Unternehmen zu beschäftigen.

Schließlich liefern Daten die Grundlage für eine Vielzahl innovativer Anwendungen: So nutzen Fußballtrainer schon heute Sensorik und Echtzeit-Datenanalysen, um die Spieltaktik ihrer Mannschaft variabel an unterschiedliche Gegner anzupassen. Und noch ein Beispiel aus dem Sport: „Mit unserer SAP-Technologie können wir Spitzensportlern auch während eines Wettkampfes relevante Echtzeitdaten liefern. Welche Wettbewerbsvorteile das bringt, weiß beispielsweise der zweimalige Ironman-Sieger und Weltmeister Patrick Lange aus eigener Erfahrung“, erzählt Mirza.

Zukünftig sollen zudem intelligente Medizinprodukte auf Basis digitalisierter Vitaldaten einen Herzinfarkt direkt erkennen können und automatisch Alarm schlagen. Zugleich ebnen Daten den Weg zu ganz neuen Kundenerfahrungen: „So könnten beispielsweise Sensoren den aktuellen Flüssigkeitshaushalt eines Menschen kontinuierlich überwachen und sich mit anderen Geräten darüber austauschen. Bedeutet konkret: Ist jemand dehydriert und betritt einen Supermarkt, erfährt der Supermarkt umgehend, dass der Kunde zu wenig getrunken hat, und weist ihn auf Sonderangebote im Getränkebereich hin“, nennt der SAP-Experte ein Beispiel möglicher Zukunftsszenarien.

Voraussetzung dafür: eine ganzheitliche Datenstrategie. Sie legt fest, wie heterogene Datensilos zusammengeführt werden, erstellt Datenpipelines, zeigt Informationslücken auf und definiert datenbasierte Entscheidungshilfen für eine gezielte Unternehmensentwicklung. Um aus den Datenfluten echten Mehrwert zu schöpfen, müssen Informationen aus Businessapplikationen, sozialen Medien, dem Internet der Dinge, von Kunden und anderen Quellen nahtlos miteinander verknüpft und ganzheitlich ausgewertet werden.

Leistungsstarke Werkzeuge für das Datenmanagement

Aktuell erschweren über Jahre gewachsene IT-Landschaften das ganzheitliche Datenmanagement noch. Heterogene Systeme, abgeschottete Datensilos und die Vielzahl unterschiedlicher Quellen bremsen dementsprechend viele Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Prozesse und Geschäftsmodelle aus. Umso wichtiger ist es, mit geeigneten Modellen und Werkzeugen die Transformation der eigenen IT-Systeme voranzutreiben. „Daten müssen als wertschöpfendes Asset wahrgenommen und nutzbar gemacht werden“, unterstreicht Mirza. Und verspricht: „Wir helfen dabei.“

Das erforderliche Rüstzeug für ein zukunftsorientiertes Datenmanagement liefert das Intelligent-Enterprise-Portfolio von SAP. Und zwar nicht nur im reinen SAP-Umfeld. Auch für die Integration und die Auswertung von Daten aus anderen Quellsystemen bietet es eine Vielzahl passender Datenmanagementwerkzeuge. „Wichtig ist, dass Unternehmen eine Vision haben, wie sie ihre derzeitigen Geschäftsprozesse und -modelle durch datengetriebene Verfahren weiterentwickeln können“, resümiert Mirza. SAP liefert das Fundament, um die Visionen anschließend auch zu verwirklichen. „Denn wir haben auf der technischen Ebene die Möglichkeit, Datentöpfe anzuzapfen, aufzubereiten und zu analysieren – um daraus Datenströme zu generieren, die die Entwicklung neuer Handlungs- und Geschäftsfelder maßgeblich unterstützen.“

Weitere Informationen:

Sie möchten wissen, wie Sie aus vorhandenen Daten Wettbewerbsvorteile generieren? Hier finden Sie dazu hilfreiche Tipps und Informationen. Inspiration und Ansätze für Ihre Datenstrategie erhalten Sie außerdem auf unseren SAP-Infotagen „Business Data und Analytics“ am 11. und 12. September. Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und IT geben in der Zeche Zollverein in Essen praktische Impulse für eine intelligente Datennutzung. Am besten, Sie sichern sich jetzt schon ihr Ticket.