SAP Global Trade Services setzt auf der neuen SAP-HANA-Plattform auf: Was ändert sich?

SAP Global Trade Services erscheint in neuem Gewand: Was hat sich verändert? Wie begegnet die Lösung den aktuellen Herausforderungen im Außenhandel? Product Owner Christian Stadler und Pre-Sales-Verantwortlicher Andreas Weber geben einen Überblick.

F: Herr Stadler, Sie und Ihr Team haben in den letzten Monaten SAP Global Trade Services (SAP GTS) neu aufgelegt. Warum?

Christian Stadler: Die digitale Transformation steht bei unseren Kunden auf der Agenda und hat vollumfänglich den Außenhandel erreicht. Die aktuelle Pandemie führte bei vielen Unternehmen zu Veränderungen der Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Sie mussten neue Quellen erschließen, die Lieferkette veränderte sich, Compliance-Richtlinien wurden von Grund auf neu überprüft. Auch hat der BREXIT viel Veränderung und Flexibilität eingefordert. Zudem steht das neue Lieferkettengesetz in den Startlöchern – das sorgt dafür, dass globale Lieferketten Mindeststandards einhalten wie beispielsweise, dass die Waren garantiert ohne Zwangs- und Kinderarbeit produziert wurden und auf den Klimaschutz geachtet wird. Darauf müssen Importeure und Exporteure vorbereitet sein. Daher wurde es Zeit, dass auch wir unsere Lösung für den Außenhandel anpassen und unsere Kunden ihre Prozesse noch schneller und flexibler gestalten können.

Welche Prozesse werden denn schneller und flexibler, Herr Weber?

Andreas Weber: Der Außenhandel berührt ja fast alle Unternehmensbereiche. Im kompletten Lebenszyklus – vom ersten Entwurf über das Produktdesign bis zur Produktion und Auslieferung – stellt sich immer die Frage, wo die benötigten Rohstoffe zu welchem Preis und unter welchen gesetzlichen Bestimmungen herkommen. Dazu müssen die einzelnen Abteilungen eng zusammenarbeiten und konstant Zugriff auf relevante Informationen haben. Das klappt nur mit einer geeigneten Systemunterstützung und verlässlichen Stammdaten. Deshalb haben wir viele Prozesse weiter automatisiert und neue Integrationspunkte geschaffen, die die einzelnen Abteilungen miteinander verbinden. Beispielsweise ist die Inbound-Logistik jetzt an SAP GTS angeschlossen. Der Importverantwortliche eines Unternehmens sieht damit alle Warenbewegungen vom Lieferanten bis zum eigenen Werk. Er erfährt, wenn der LKW auf das Betriebsgelände rollt und kann die Ware direkt bei der Zollbehörde anmelden – auf der Basis bereits existierender Daten. Keiner tippt mehr Daten ab, der Zollprozess läuft parallel zur Warenannahme im Zusammenspiel mit SAP Transportation Management (SAP TM) und SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM).

Abbildung: Zoll und Außenwirtschaft haben in jeder Phase des Produktlebenszyklus eine tragende Rolle

Christian Stadler: Was aber mindestens genauso wichtig ist wie die neuen Prozesse: Wir haben die technologischen Grundlagen und das Look and Feel modernisiert. Die Lösung läuft auf der SAP-HANA-Datenbank und auf Wunsch auch in der Cloud. Damit machen Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung digitale Transformation – an intelligenten Lieferketten und Außenhandelsprozessen führt auf Dauer kein Weg mehr vorbei. Mit SAP GTS schaffen wir diesen Weg.

Wie passt das neue SAP GTS zur SAP-Roadmap?

Andreas Weber: Wir haben bei SAP GTS die Prozesse verbessert, das User Interface und die technologische Basis auf die SAP-HANA-Datenbank gehoben. SAP GTS wächst also mit SAP S/4HANA weiter – das Design der Oberflächen ist jetzt gleich. Natürlich hat auch die bisherige SAP-GTS-Lösung dafür gesorgt, dass unsere Kunden alle Compliance-Richtlinien eingehalten haben und der Außenhandel reibungslos lief. Doch die Integration in andere Systeme ist wesentlich einfacher, was vor allem bei der Supply Chain und dem Transportmanagement zu deutlich besseren Prozessen führt.


Virtueller SAP-Infotag für den internationalen Zoll- und Außenhandel am 30.6.2021 um 10:15 Uhr.

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