SAP CEO Christian Klein bei der SAPPHIRE NOW: Intelligente Unternehmen vernetzen

In seiner globalen Keynote machte Christian Klein eine Reihe von Ankündigungen. Julia White und Hasso Plattner traten ebenfalls auf die virtuelle Bühne.

SAP-Vorstandssprecher Christian Klein gab den Startschuss für die Kundenkonferenz SAPPHIRE NOW und demonstrierte, wie die SAP Unternehmen auf der ganzen Welt bei ihrer Transformation zu intelligenten Unternehmen hilft, indem sie die Verbindung zu einer großen Community von Netzwerken herstellt und nachhaltiges Wirtschaften fördert. Vor allem dankte Klein den Kunden, Partnern und Mitarbeitern für ihren Einsatz während der Pandemie.

„Gemeinsam verändern wir die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, und können unter Beweis stellen, dass unsere Gemeinschaft das Herz am rechten Fleck trägt. Unsere Gedanken sind bei all denen, die von der Pandemie betroffen sind. Wir danken allen, die in unserer Gemeinschaft einen außergewöhnlichen Beitrag leisten“, sagte Klein. „Technologie hat Gemeinden und Familien unterstützt und Unternehmen die Möglichkeit gegeben, sich schnell anzupassen. Die SAP hat eng mit Ihnen, unseren Kunden auf der ganzen Welt, zusammengearbeitet, ganz gleich, ob es darum ging, Ihre Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, Ihre Geschäftsmodelle neu zu gestalten, um neue Kundenerlebnisse zu schaffen, oder die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Wir haben das zusammen geschafft.“

Die größte SAP-Kundenveranstaltung findet dieses Jahr im Juni virtuell in allen Regionen weltweit statt. In seiner Keynote machte Christian eine Reihe von Ankündigungen. Dazu zählten die globale Branchenerweiterung der Geschäftsnetzwerkstrategie des Unternehmens für die schnelle Umsetzung von Innovationen, Lösungen zum Nachverfolgen von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und branchenspezifische Ergänzungen für RISE with SAP, das beliebte Angebot der SAP für Business Transformation as a Service. Zusammen mit seinen Gästen begrüßte er eine Vielzahl von Kunden, die zeigten, wie die SAP sie bereits auf ihrem Weg zu intelligenten Unternehmen unterstützt.

Geschäftsnetzwerke und Nachhaltigkeit sorgen für Wachstum

Christian Klein kündigte die nächste Phase der SAP-Strategie an, um das weltweit größte und umfassendste Geschäftsnetzwerk sowie künftige Standards und Tools für Nachhaltigkeitsberichterstattung zu schaffen. Er setzte beide Ankündigungen in einen geschäftlichen Kontext, basierend auf den Erkenntnissen von Unternehmen, die zahlreiche Herausforderungen bewältigen müssen, darunter die Corona-Pandemie, geopolitische Spannungen, soziale Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Verlust an Artenvielfalt und Klimawandel.

„Am widerstandsfähigsten haben sich diejenigen Betriebe erwiesen, die auf Technologie setzten, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass jedes Unternehmen so schnell wie möglich den Weg zum intelligenten Unternehmen beschreiten muss“, so Klein. „Die zweite Erkenntnis war, dass kein Unternehmen allein Geschäfte abwickelt. Gemeinsam sind wir erfolgreich. Aber … Mehrwert ergibt sich aus dem Netzwerk und den Millionen von Verbindungen, die es in Echtzeit ermöglicht … Die dritte Erkenntnis besteht darin, dass wir uns jetzt für Nachhaltigkeit einsetzen müssen, um Klimaneutralität und „Zero Waste“ umzusetzen und Ungleichheit zu überwinden.“

Klein kündigte an, dass das Ariba Network, SAP Logistics Business Network und SAP Asset Intelligence Network innerhalb des SAP Business Network zusammengeführt werden würden. Branchen würden von Grund auf umgestaltet werden, während Unternehmen entlang der Lieferketten Gemeinschaften bildeten und in der Lage seien, in Echtzeit auf Störungen zu reagieren. Er unterstrich auch die Bedeutung von nachhaltigen Geschäftsprozessen, während er das SAP-Portfolio im Bereich der Lösungen für Nachhaltigkeitsmanagement vorstellte.

„Wir verfügen bereits über das weltweit größte Lieferantennetzwerk mit mehr als fünf Millionen vernetzten Unternehmen. Und da unsere Anwendungen Lieferketten in sämtlichen Branchen unterstützen, haben wir die relevantesten Daten und das entsprechende Know-how“, erklärte Klein. „Es ist an der Zeit, Nachhaltigkeit zum Kern unseres Geschäftsmodells und damit zu einem Standardfaktor im Unternehmensmanagement zu machen … Die SAP-Community hat die Chance, unseren Planeten zu schützen und die Weichen für eine Zukunft zu legen, in der unsere Kinder leben möchten. Wir haben ein neues Nachhaltigkeitsportfolio entwickelt, mit dem Sie nachhaltige Geschäftspraktiken in Ihrem Unternehmen und entlang Ihrer gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben können.“

Wie SAP-Kunden den digitalen Wandel vollziehen

Julia White, Chief Marketing and Solutions Officer und Mitglied des Vorstands, und Paige Wei-Cox, Senior Vice President, Global Head of SAP Business Network, stellten im Rahmen zahlreicher Gespräche verschiedene Kunden vor, die SAP-Lösungen erfolgreich einsetzen und vermittelten so einen Eindruck davon, wie das intelligente Unternehmen in der Praxis aussieht.

Ein Einzelhändler setzt SAP Upscale Commerce ein, um ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg zu gewährleisten. Dank integrierter künstlicher Intelligenz kann er personalisierte Angebote erstellen. Die Grundlage dafür bilden Stimmungsanalysen in sozialen Medien und Einkaufsdaten, die ein umfassendes Bild der Kunden bieten. Mit SAP S/4HANA Cloud lassen sich die Daten aus Logistikkettenplanung, Bestandsführung, Bestellung und Fakturierung zusammenführen. Der Händler erhält einen Echtzeitüberblick und kann für schnellere Lieferungen sorgen.

Ein weltweit führender Arzneimittelgroßhändler hat auf der SAP Industry Cloud eine moderne Track-and-Trace-Lösung für nachhaltige Arzneimittel-Retouren entwickelt und eine Plattform eingeführt, die Partnern den Austausch von Daten ermöglicht. Als letztes Jahr zu Beginn der Corona-Pandemie viele Lieferketten unterbrochen waren, nutzte ein großes Agrarunternehmen das Handelsnetzwerk von SAP und konnte so innerhalb weniger Tage 140 neue Lieferanten finden. Führungskräfte aus einem Life-Science- und einem Biotechnologie-Unternehmen berichteten, wie sie mit der SAP zusammengearbeitet haben, um ein branchenweites Netzwerk für klinische Studien einzurichten, damit die Partner in komplexen Logistikketten nahtlos zusammenarbeiten und die Markteinführung beschleunigen können.

RISE with SAP – Angebotserweiterung mit Branchenexpertise

Christian Klein erklärte, dass die SAP auf das große Kundeninteresse reagiert und RISE with SAP – das Angebot für Business Transformation as a Service – ausgeweitet habe. Es umfasse nun neben SAP S/4HANA Cloud auch Lösungen für das Personalwesen und die Beschaffung, sowie ein spezielles Paket für Human Experience Management (HXM).

„Viele Kunden wünschen sich eine ganzheitliche, modulare Cloud-ERP-Lösung“, betonte er. „Bereitgestellt wird all dies mit durchgängigen Daten- und Sicherheitsmodell und Business Process Intelligence. Dadurch ist sichergestellt, dass Ihre Prozesse umfassend optimiert sind, Branchenstandards berücksichtigt und Best Practices umgesetzt werden.“

Darüber hinaus kündigte Julia White „RISE with SAP for Industries“ an. Das Angebot konzentriert sich auf fünf Cloudlösungen für den Handel, die Konsumgüterindustrie, die Automobilbranche, die Versorgungswirtschaft sowie den Maschinen-, Geräte- und Komponentenbau.

„Wir vereinen das Beste aus 50 Jahren Branchenerfahrung der SAP und das Beste aus unserem Partnernetz, um branchenspezifische Cloudlösungen als Service bereitzustellen“, sagte Julia. „Diese Lösungen basieren auf unserer SAP Business Technology Platform, was bedeutet, dass Sie von Integrations- und Erweiterungsmöglichkeiten, Analysen und einem durchgängigen Datenmodell profitieren. Die Anwendungen sind speziell für SAP S/4HANA Cloud konzipiert, damit jeder Kunde alle branchenspezifischen Lösungen erhalten kann, die für seine Cloudimplementierung benötigt.“

Vernetzte Einblicke beschleunigen den digitalen Wandel

Anschließend unterhielt sich Julia White mit SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner darüber, wie Unternehmen mit SAP-Technologie Menschen, Prozesse, Systeme und Daten zusammenbringen können, um wegweisende Ergebnisse zu erzielen. Plattner riet Unternehmen, mithilfe von Simulationen auf Basis von aktiven Datenmodellen zu untersuchen, wie ihre Transformation aussehen könne. Dies sei nun möglich, und dabei könne man Experience-Daten von Qualtrics, SAP-Lösungen für Business Process Intelligence sowie Funktionen für Prozessmanagement und Process Mining von Signavio nutzen.

„Das gesamte Konzept der Cloudsysteme ist eine gigantische Verbesserung. Mit neuen Möglichkeiten, Geschäftsprozesse zu visualisieren und Feedback zu erhalten, haben wir eine bessere Chance, schneller voranzukommen. Wir können Systeme überwachen und sehen, was fehlt, und Änderungen vornehmen … sogar spontan“, sagte Plattner.

Innovationsnetzwerke für ein nachhaltiges, profitables Wirtschaften

Christian Kleins Zukunftsvision war klar: Vernetzte intelligente Unternehmen werden die Art und Weise, wie Betriebe arbeiten, grundlegend verändern.

„Wir werden gemeinsam mit Ihnen Netzwerke aufbauen, die Vielfalt, Inklusion und Menschenrechte fördern. Im Geschäftsnetzwerk werden wir es möglich machen, den CO2-Fußabdruck zu verfolgen, sodass Sie Ihr Ziel, klimaneutral zu werden, auch wirklich erreichen können“, sagte er. „Gemeinsam können wir die Abläufe in Branchen neu gestalten – indem wir intelligente Unternehmen in einem branchenweiten Geschäftsnetzwerk miteinander vernetzen … und Rentabilität nachhaltiger und Nachhaltigkeit profitabler machen.“


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