Steinbeis Papier strafft Prozesse und setzt dabei auf Nachhaltigkeit

In einer zunehmend digitalisierten Welt mag man glauben, dass Papier von Jahr zu Jahr immer unwichtiger wird. Tatsächlich verlassen sich aber immer noch Millionen von Menschen weltweit auf Papier als Kommunikationsmittel.

Wie lässt sich also der Wunsch nach einem gedruckten Exemplar des Lieblingsbuches oder der Zeitung mit dem Umweltschutz vereinbaren? Unternehmen wie die Steinbeis Papier GmbH helfen, diesen vermeintlichen Widerspruch zu lösen.

Recycling von Altpapier

Das Familienunternehmen Steinbeis Papier mit Sitz nahe Hamburg produziert jährlich rund 300.000 Tonnen Büro-, Magazin- und Digitaldruckpapiere. Was Steinbeis Papier von vielen anderen Unternehmen in der Branche unterscheidet, ist, dass als Rohstoff ausschließlich regional beschafftes Altpapier verwendet wird.

Steinbeis Papier war sogar einer der ersten Hersteller von Recyclingpapier auf der Welt. Schon seit 1976 nutzt das Unternehmen in seinen Produktionsprozessen 100% Altpapier – damals eine bahnbrechende Innovation. Für das Unternehmen ist Nachhaltigkeit ein integraler Teil des Geschäftsmodells. Aber die vorbildlichen Bemühungen haben natürlich ihren Preis. Das mittelständische Unternehmen steht in harter Konkurrenz zu größeren Papierherstellern, die weiterhin Zellstoff als Rohstoff verwenden.

Mit der Konkurrenz Schritt halten

Steinbeis Papier erkannte, dass es im Kampf gegen die Wettbewerber seine Digitalisierung vorantreiben musste. Das Unternehmen schloss also eine Partnerschaft mit der avato consulting AG und setzte auf die SAP, um die Effizienz der IT und Abläufe zu verbessern.

Nachdem der Schwerpunkt anfangs auf der Produktion und Instandhaltung lag, wurde das Optimierungsprojekt schließlich auf die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens ausgeweitet. Die größte Herausforderung bestand darin, die Daten von 25.000 Sensoren in der Fabrik und die Geschäftssysteme an eine Datenbank anzubinden.

Schnellere Erkenntnisse

Der Papierhersteller nutzte SAP HANA und SAP Analytics Cloud als Eckpfeiler des Projekts. SAP HANA stellte zuverlässige Daten und Echtzeitanalysen bereit, was wiederum die Automatisierung der Produktion verbesserte. Und durch die Integration von SAP Analytics Cloud verfügte Steinbeis Papier über die notwendige Flexibilität bei der Entscheidungsfindung.

„Unser Ziel war es, innerhalb von Sekunden neue Erkenntnisse aus Sensorinformationen zu gewinnen. Wir wollten aus Daten Wissen generieren und aus diesem Wissen strategischen und operativen Nutzen ziehen“, sagte Michael Hunold, Leiter Neue Prozesse bei Steinbeis Papier. „SAP HANA ist das Herzstück der Lösung, mit der wir das erreichen.“

Seit Beginn seiner digitalen Transformation profitiert Steinbeis Papier in folgender Weise davon:

  • 50.000 Kenngrößen pro Sekunde übertragen
  • 25.000 Sensoren, die an SAP HANA angebunden sind
  • 50-fache Datenkompression mit SAP HANA für die Analysen

„Auf Basis unserer typischen Abfragen hat avato Anwendungen entwickelt, die aus SAP HANA die entsprechenden Daten herausholen und über SAP Analytics Cloud in aussagekräftige Informationen umwandeln“, sagte Hunold.

Weitere Informationen über die Maßnahmen von Steinbeis Papier zur Steigerung der Effizienz finden Sie in der Präsentation für die SAP Innovation Awards 2021.


Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf Forbes.