Ob Wischmopp, Fenstertuch oder Saugroboter: Vileda setzt auf eine globale Digitalplattform im B2C- und B2B-Geschäft (Teil 1)

Seit über 70 Jahren hilft Vileda Millionen von Haushalten in aller Welt dabei, zu strahlen und zu glänzen. Seit Kurzem können sich Privat- und Geschäftskunden in aller Welt über eine zentrale Digitalplattform bequem informieren oder direkt Reinigungsprodukte bestellen.

Das neueste Video des amerikanischen Social-Media-Stars Erik Cavanaugh hat Kultstatus. Denn das Showtalent tanzt in dem Clip, der bereits in mehreren Ländern in der Online-Werbung von Vileda zu sehen war, mal graziös und mal artistisch in High Heels durch das gesamte Haus. Im Arm einen roten Wischmopp der deutschen Traditionsmarke. Wer da nicht mitgrooven und sofort zum Putzeimer greifen will – ist selber schuld.

Die Botschaft des TikTok- und Instagram-Influencers: Auch professionelle Ballett-Tänzer müssen nicht gertenschlank sein und die ungeliebte, aber notwendige, Hausarbeit kann viel Spaß machen – mit den richtigen Helfern. Und für die sorgt Vileda als Vertriebsmarke der Freudenberg Home and Cleaning Solutions (FHCS) aus Weinheim im Rhein-Neckar-Kreis.

Vertrieb für Privat- und Geschäftskunden in 35 Ländern

Als Teil des 1849 aus einer Gerberei gegründeten Freudenberg-Konzerns ist FHCS heute ein international führendes Unternehmen für innovative Reinigungsartikel und -systeme sowie Wäschepflegeprodukte. Zum Portfolio zählen neben Vileda auch internationale Marken wie O-Cedar, Oates, Gimi, Gala, Wettex und Marigold, die vor allem über den Einzelhandel in 35 Ländern weltweit die Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen.

Während im B2C-Segment Alltagsprodukte wie Topfreiniger, Wischmopps, Reinigungstücher, Fenstertuch oder Saugroboter gefragt sind, geht es im B2B-Bereich um komplette Reinigungslösungen und Systeme für professionelle Anwender – etwa in der Gebäudereinigung von Krankenhäusern, Einkaufszentren oder Schulen. Diese werden meist als „Vileda Professional“ angeboten. Entstanden ist der Markenname übrigens im Jahr 1948. Damals nahm Freudenberg die Produktion eines Tuchs zur Fensterreinigung aus Vliesstoff und Kautschuk auf, das sich „wie Leder“ anfühlte.

Überzeugende Customer Experience für alle Kundensegmente

In einigen Ländern betrieb das Unternehmen schon länger Onlineshops für Privatkunden, die allerdings auf ganz unterschiedlichen Technologieplattformen basierten. Anderswo beschränkte sich das Angebot auf reine Markenwebsites ohne Einkaufmöglichkeit – vor allem im B2B-Bereich.

Über die Jahre entwickelte sich ein immer unübersichtlicher werdender Dschungel an Weblösungen für Marken und in Regionen. Das hat nun ein Ende gefunden. Die Lösung: Heute laufen im B2C- und im B2B-Geschäft alle Shops auf einer zentralen Digitalplattform, die auf der SAP Commerce Cloud basiert. Damit ist jetzt für Einheitlichkeit, Übersicht und Transparenz gesorgt. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der SAP-Cloud-Plattform in 35 Ländern weltweit ein einheitliches Kundenerlebnis schaffen können“, betont Sandip Chowdhury, Global Director e-Commerce bei Freudenberg Home and Cleaning Solutions.

In der Vergangenheit sei man bei der Platzierung umfangreicher Inhalte eingeschränkt gewesen und die Kundenansprache über alle digitalen Kanäle hinweg war nicht auf der Höhe der Zeit. „Aber auch Sicherheitsaspekte, Gründe des Markenschutzes und der Bedarf, für unser stark wachsendes E-Commerce Geschäft eine zentrale zukunftssicheres Plattform zu schaffen“, nennt Vidya Nair, Corporate IT Manager Marketing Processes bei FHCS, als Gründe für eine einheitliche globale Lösung. Sie sollte trotz eines zentralen Auftritts die Balance zwischen dem jeweiligen Markenkern und den länderspezifischen Anforderungen sicherstellen.

Ob privater Endkunde oder Geschäftspartner – beide werden nun über unterschiedliche Webangebote mit spezifischen Domains angesprochen. „Mit der SAP Commerce Cloud haben wir jetzt Prozesse entwickelt, mit denen wir unsere ansprechenden Marken- und Werbeinhalte in großem Umfang und mit hoher Flexibilität an unseren globalen Kundenstamm weitergeben können“, so Chowdhury.

Für das zentrale Marketing ist außerdem ein komfortables Content Management System wichtig, um schnell in aller Welt in hoher Qualität reichhaltigen Content bereitstellen zu können. Das war bislang nicht möglich – und ein Digital Asset Management-System zur zentralen Medienverwaltung fehlte bisher ebenfalls.

„Aber auch eine überzeugende Customer Experience spielt eine große Rolle, natürlich in beiden Kundensegmenten gleichermaßen“, unterstreicht Vidya Nair. Doch stellt sich die jeweils unterschiedlich dar. So legen die Endverbraucher beispielsweise Wert auf eine ansprechende, schnelle und responsive Website, auf der sich die gewünschten Produkte auch mit Smartphone und Tablet sofort und komfortabel finden, bestellen und bezahlen lassen. Bei Bedarf erwarten die Konsumenten auf der „Visitenkarte der Marke“ aber auch zusätzliche Informationen, etwa zu Nachhaltigkeit (dem „Love-it-clean“ Programm) oder den konkreten Einsatzmöglichkeiten im Haushalt.

Im Backend unterstützt die SAP Commerce Cloud mit ihren vielfältigen Funktionen den internationalen Aufbau der Vileda-Shop-Landschaft. So sind etwa zur reibungslosen Zahlungsabwicklung verschiedene nationale Payment Service Provider zum Bezahlen in der Landeswährung integriert und die Inhalte können in beliebigen Sprachen bereitgestellt werden.

Inspiration Cockpit unterstützt die B2B-Entscheidungsfindung

Im Professional-Bereich geht es dagegen gegenwärtig vor allem um die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung durch die Bereitstellung von tiefergehenden branchen- und produktspezifischen Informationen. Das „Inspiration Cockpit“ der SAP Commerce Cloud ermöglicht beispielsweise das Anlegen virtueller, branchenspezifischer Räume. Dort können die Geschäftskunden sehen, wo welches Vileda-Produkt wie angewendet werden kann, und sollen so auf neue Ideen für Einsatzmöglichkeiten kommen.

In Zukunft werden im B2B-Onlineshop aber auch spezielle Beschaffungsfeatures angeboten, wie leicht zugängliche Einkaufshistorien für einfache Nachbestellungen, die automatische Berücksichtigung von vereinbarten Kundenrabatten oder personalisierte Produktvorschläge. Der direkte Zugriff auf den After-Sales Service ist hier ebenso ein Thema wie die Anbindung an die SAP Sales Cloud, die bereits in den meisten Landesgesellschaften im B2C-Bereich eingesetzt wird. Anfragen aus dem Einzelhandel über das Web können dadurch direkt vom Vertrieb weiterbearbeitet werden.


Lesen Sie hier auch Teil 2 der Erfolgsstory von Vileda