B2B-Kartenzahlungen: Sicherer und schneller dank der Partnerschaft zwischen American Express und SAP Ariba

Bevor ich von der Partnerschaft für B2B-Zahlungsverkehr zwischen American Express und SAP Ariba erfuhr, dachte ich, dass der alte Spruch „Der Scheck ist in der Post“ längst überholt sei. Nicht bei allen Unternehmen – doch wenn es nach diesen beiden Marktriesen ginge, gehörten Schecks endgültig der Vergangenheit an.

Die mehrjährige Partnerschaft, in deren Rahmen die Zahlungsfunktionen von American Express vollständig in Ariba Network integriert werden, war eine der wichtigsten Neuigkeiten auf der jüngsten SAP Ariba Live. In seiner Eröffnungsrede beschrieb E-Bai Koo, Executive Vice President of Global Commercial Services von American Express, die Vorzüge der virtuellen Kartenzahlungslösung für Einkäufer und Verkäufer, die in Ariba Network Waren und Dienstleistungen mit der American-Express-Karte einkaufen.

„Unsere gemeinsamen Kunden können alle ihre Zahlungen über eine einzige Plattform […] abwickeln, die ihnen hilft, […] bei der Abstimmung mit ihren Zahlungs- und ERP-Systemen Geld und Zeit zu sparen“, sagte er. „Mit einem einzigen Konto können Einkäufer ihre vorhandene Firmen- oder Einkaufskarte nutzen […], und wir generieren automatisch den virtuellen tokenbasierten Zugriff … für Lieferanten bedeutet das schnellere Zahlungen, geringeres Inkassorisiko und verbesserte Abstimmung.“

Kartenzahlung plus Automatisierung = Erfolgsformel

Monika Saksena ist Vice President of B2B Networks and Automation Team for Global Commercial Services bei American Express Company. Sie erklärte, virtuelle Zahlungskarten seien eine logische Erweiterung der Beziehungen zwischen Einkäufern und Verkäufern, deren Interaktionen über American Express laufen.

„Service und Vertrauen sind unser Markenzeichen“, meinte Saksena. „Im Bereich B2B-Karten­zahlungen ist American Express auf dem Weg an die Spitze. Wir haben Beziehungen mit rund 63 Prozent der Fortune-500-Unternehmen. American Express ist das einzige Unternehmen auf diesem Planeten, das tatsächlich Eigenmarkenkarten ausstellen kann und sein eigenes Händler­netzwerk unterhält. Wir sitzen auf einer Goldgrube von Ausgabendaten, mit denen wir helfen können, wenn es Schwierigkeiten gibt … Untersuchungen für Händler durchführen, wenn Konflikte mit Einkäufern bestehen […] und eine zentrale Anlaufstelle für Problemlösung bereitstellen.“

Und so funktioniert es: Wenn der Einkäufer in SAP Ariba eine Zahlung initiiert, erstellt American Express eine virtuelle Kartennummer, die Zahlung an den Lieferanten wird ausgelöst und die Daten werden automatisch mit SAP Ariba abgestimmt.

„Unternehmen können Ausgaben sowohl für den Einkäufer als auch für den Lieferanten sehen, analysieren und überwachen, um Zahlungsausgänge zu überprüfen, ausstehende Zahlungen zu ermitteln … das macht das Ausgabenmanagement sicherer und einfacher, verringert das Betrugsrisiko und verkürzt die Verarbeitungsdauer“, erklärte Saksena. „Die Vorteile bei der Abstimmung sind auf der Einkäufer- und der Lieferantenseite zu erkennen. Einkäufer haben effizientere Betriebsabläufe, mehr Kontrolle und größere Sicherheit beim Verwenden einer … Karte … und Lieferanten müssen nicht mehr so lange auf Rechnungsgenehmigungen warten, sodass Zahlungen schneller eingehen.“

Virtuelle Zahlungskarten sind auf dem Vormarsch

Wie Saksena einräumte, versprechen elektronische Zahlungen zwar Kosteneinsparungen und Effizienz, ihre breite Nutzung in der Unternehmenswelt bleibt aber noch hinter den Erwartungen zurück. Ursache hierfür sind zum Teil die voneinander isolierten Finanz- und ERP-Systeme aus Fusionen und Übernahmen. Hinzu kommen Widerstände gegen Cloud Computing, die durch Befürchtungen hinsichtlich der Sicherheit geschürt werden. Dennoch geht jedes Unternehmen seinen eigenen Weg in Richtung digitaler Wandel und erkundet, wie Zahlungen effizient ausgeführt, der Cashflow verbessert und Kartenzahlungen automatisiert werden können, um Zeit zu sparen. Saksena und Koo haben beobachtet, wie die Abwicklung über sichere Zahlungskarten Einkäufer und Lieferanten näher zusammenbrachte, sodass sie effizientere Prozesse realisieren konnten.

„Wenn Einkäufer Zahlungen direkt in SAP Ariba ausführen können, wird der Prozess wesentlich nahtloser“, betonte Koo. „Sie können sicherstellen, dass sie ihre Lieferanten pünktlich – wenn nicht sogar frühzeitig – bezahlen, Inkassorisiken reduzieren … bei Schecks kann es vorkommen, dass mangelnde Deckung besteht oder dass der Scheck nicht ankommt. Nachdem der Einkäufer die Zahlung in SAP Ariba ausgelöst hat, bezahlen wir den Lieferanten am nächsten Tag. Damit verlagern wir die Last von SAP Ariba zu American Express.“

Diese Zahlungskarte dient auch dem Ziel, die Abstimmung zwischen Bestellungen und Rechnungen zu vereinfachen, die Unternehmen viel Zeit und Geld kostet. „Mit virtuellen Zahlungskarten können Einkäufer bis zu 20 individuelle Felder zu einer Zahlung hinzufügen. Bei einer Sammelzahlung für mehrere Rechnungen können Einkäufer Rechnungsnummern und -beträge für jede einzelne Rechnung angeben … sie können sogar Mengen angeben, wenn es sich um eine Teilzahlung für einen Teilauftrag handelt. Anhand dieser Informationen können Lieferanten genau erkennen, was bezahlt worden ist.“

Und der Scheck? Der muss hoffentlich nie wieder in die Post gegeben werden.

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