Nachhaltigkeitsinitiative Plastic Free July: für eine Welt ohne Plastikmüll

Zeitgleich mit der Kampagne „ Plastic Free July” startet die SAP das    interdisziplinäre Projekt „Beyond Single-Use Plastics“ („Jenseits des Einmalplastiks“) im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.

Plastic Free July ist eine globale Kampagne, die jedes Jahr Millionen von Menschen aktiviert, Lösungen gegen die weltweite Plastikverschmutzung zu finden. Im Jahr 2011 hat die Initiative im Westen von Australien klein angefangen, und ist nun zu einer weltweiten Bewegung geworden, die von der Plastic Free Foundation, einer Non-Profit-Organisation, mit der Vision einer Welt ohne Plastikmüll, angeführt wird.

Die Teilnehmerzahlen der Initiative steigen analog zum öffentlichen Bewusstsein an. Angesichts der aufrüttelnden Zahl von 4 bis 12 Millionen Tonnen Plastik, die in den Ozean gelangen, sehen mehr und mehr Menschen die Notwendigkeit, etwas zu tun und sich zu vernetzen.

Skalierung durch Technologie und Tools

Auch die SAP möchte Verantwortung übernehmen und einen Teil dazu beitragen, dieses Problem anzugehen – sowohl als Befähiger über Softwarelösungen, als auch als Vorbild in eigenen Geschäftsabläufen. Der wahrscheinlich stärkste Hebel ist die Bereitstellung innovativer digitaler Technologien und Tools für mehr als 437,000 Kunden weltweit. Ein Beispiel ist die Plastics Cloud, die die Transformation in Richtung einer stärker zirkulären, „Zero-Waste“ Wirtschaft unterstützt, und so hilft, eines der Nachhaltigkeitsziele der UN „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ zu erreichen. Die Möglichkeiten der Einflussnahme sind vielfältig. Dieser Meinung sind auch Jim Sullivan, Stephen Jamieson, Padmini Ranganathan und Damien Johnson. Diese vier SAP-Mitarbeiter haben sich mit 158 Führungspersönlichkeiten aus unterschiedlichsten Wirkungsbereichen während des Ocean Plastics Leadership Summit (OPLS) zusammengeschlossen, um die Tragweite der Plastikverschmutzung besser zu verstehen und als Antwort darauf branchenübergreifende Lösungen zu finden und die Zusammenarbeit zu fördern.

Bewusstsein stärken und Alternativen zu Plastikmüll

Man sollte jedoch erst einmal bei sich selbst beginnen und mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb hat die SAP im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsziele erst vor kurzem die globale Umweltrichtlinie erneuert und die unternehmenseigenen Umweltziele um das Ziel erweitert, Einmalplastik bis 2020 vollkommen aus dem Betrieb zu nehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein neues interdisziplinäres Projekt „Beyond Single-Use Plastics“ („Jenseits des Einmalplastiks“) zeitgleich zum Start des „Plastic Free July“ lanciert. Der Fokus liegt vor allem auf der:

  1. Identifizierung, Eliminierung und Einführung von Alternativen zu Plastikmüll bei SAP, der bei Einmalbenutzung anfällt
  2. Stärkung des Bewusstseins für unser globales Plastikproblem, sowohl intern als auch extern

Mitarbeiter bei den Nachhaltigkeitszielen einbeziehen

Mitarbeiterbeteiligung ist essenziell, um Veränderungen umzusetzen. Ein globales Netzwerk von fast 200 SAP Sustainability Champions und Repräsentanten des EMS (Environmental Management System bzw. Umweltmanagementsystems) an mehr als 55 SAP-Standorten fungiert als Triebkraft des Wandels. Zusammen mit anderen engagierten Mitarbeitern setzen sie sich mit Leidenschaft und Kreativität für verschiedene Graswurzelinitiativen ein.

Ein Beispiel für ein solches Vorbild ist Cherry Xu. Mit einem Team von Kollegen der SAP Labs Shanghai hat sie sich mit einer Studentengruppe der Tongji Design and Innovation School zusammengeschlossen, um ein wissenschaftliches Rechercheprojekt zum Thema „Zero Waste“ durchzuführen. Dieses Projekt ist Teil der Vorbereitungsphase eines breiter angelegten „Zero Waste“-Programms, das das langfristige Ziel verfolgt, SAP China zu einem abfallfreien Arbeitsplatz zu transformieren. Auf kurze Sicht gesehen ist das Ziel, SAP Labs Shanghai auf die neuen staatlichen Regularien der Abfalltrennung vorzubereiten, die ab dem 1. Juli 2019 in Shanghai als Pilotstandort eingeführt werden. „Es ist eine große Veränderung für uns. Unser ganzes Leben lang haben wir nicht gelernt, Müll zu trennen. Aufklärung und Unterstützung der Mitarbeiter ist daher sehr wichtig.“ Cherry weist auf die besondere Herausforderung hin. Mit Videos, Postern, einer Zero Waste WeChat-Gruppe und anderen Kommunikationsmaßnahmen hofft sie, dass sie und ihr Team diese Herausforderung meistern werden.

Sustainability Champions von SAP tragen zur Einmalplastikvermeidung bei.
Kampagne gegen Plastikmüll – Plastic Free July: SAP-Mitarbeiter helfen mit.

Andere Beispiele der Mitgestaltung sind zum Beispiel der „Zero Waste“-Wettbewerb des „Green Teams“ aus Vancouver, eine der ersten „Zero Waste“-Initiativen bei SAP aus dem Jahr 2014, sowie die „Power of One“-Kampagne, durch die Sustainability Champions in Irland Toolkits und Tipps zur Einmalplastikvermeidung verbreitet haben. Infolgedessen hat auch der Catering-Partner von SAP Ireland damit begonnen, Einmalplastik aus ihren Kantinen zu entfernen und Einwegbehältnisse wie Joghurtbecher, Mülltüten und Sandwich-Verpackungen mit biologisch abbaubaren und kompostierbaren Alternativen zu ersetzen.

Inspiriert von diesen Erfolgen gingen Shane Finley und ein Teil des britischen Green Teams im Jahr 2018 “containern”. Beim Durchwühlen der Müll-Container fanden sie an nur einem Tag 1019 Plastikbecher und 481 Kaffeebecherdeckel. Dies half das Bewusstsein der Mitarbeiter für das Plastikproblem im britischen Hauptsitz zu schärfen, und führte letztendlich dazu, dass Einmalkaffeebecher durch wiederverwendbare Kaffeebecher aus Bambusfasern ersetzt wurden. Diesen Juli wird das Team noch einmal in den Container abtauchen um die aktuellen Ergebnisse mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2018 zu vergleichen.

Die Sustainability Champions in Tempe, Palo Alto und Philadelphia sowie das SAP Ariba Team in Prag mit ihrer „Reduce-Reuse“-Initiative, versuchten Mitarbeiter in ähnlicher Weise vor allem dadurch zu motivieren ihr Verhalten zu verändern und Plastikmüll zu reduzieren, indem sie wiederverwendbare Becher, Tassen, Flaschen oder Vesperdosen verteilten.

In den meisten Fällen ist der Schlüssel zum Erfolg einer Kampagne vor allem eine starke Zusammenarbeit von lokalen Facility Managern mit den Sustainability Champions. In den Büros von SAP Barcelona hatte dies den spürbaren Erfolg, dass es kein Plastikbesteck für interne Veranstaltungen mehr gibt, Kaffee und Tee nun mit Löffeln statt Plastikstäben umgerührt werden und die großen Plastikflaschen zur Wasserversorgung durch Osmose-Wassermaschinen ersetzt werden

SAP-Mitarbeiter gehen sogar über die Grenzen des SAP-Geländes hinaus und tragen mithilfe von Strandsäuberungen an den Küsten von Irland, der Normandie und Südfrankreich dazu bei, das Plastikproblem zu bekämpfen.
SAP-Mitarbeiter tragen mit Strandsäuberungen an den Küsten von Irland, der Normandie und Südfrankreich dazu bei, das Plastikproblem zu bekämpfen.

Manche SAP-Mitarbeiter gehen sogar über die Grenzen des SAP-Geländes hinaus und tragen mithilfe von Strandsäuberungen an den Küsten von Irland, der Normandie und Südfrankreich dazu bei, das Plastikproblem zu bekämpfen. Florian Simeon von den SAP Labs in Mougins sagte nach dem World Oceans Day: „Obwohl es schon eine Woche zuvor eine Strandsäuberung in Fort Carré gegeben hatte, hat unser Team innerhalb von zwei Stunden immer noch 1050 Liter Müll mit einem Gesamtgewicht von 80kg gesammelt, und so den SAP Truck vollständig gefüllt! Am Ende des Tages war jeder stolz auf die getane Arbeit und auch darauf, sich der Waves-Initiative angeschlossen zu haben, um die Meere zu schützen.“

Es sind immer die Menschen, die einen wichtigen Unterschied machen. Geeint durch unsere gemeinsame Vision „ Help the world run better and improve people’s lives”, schließen sich SAP-Mitarbeiter auf der ganzen Welt zusammen, um aktiv zu werden. Die interne „Plastic free@SAP“-Gruppe zeigt außerdem, dass man nicht an einem bestimmten Ort sein muss, um sich zu engagieren, sondern dass man genauso gut virtuell daran teilhaben kann, Ideen auszutauschen, um Plastikmüll auf der Arbeit und zu Hause zu verringern.

Engagieren Sie sich beim Plastic Free July – und darüber hinaus!