Jürgen Müller auf der SAP TechEd: „Wir wollen, dass Sie maximalen Einfluss auf Ihren Geschäftserfolg haben“

Jürgen Müller, SAP Chief Technology Officer, eröffnete diese Woche die SAP TechEd in Las Vegas mit einer mitreißenden Rede, in der er die Entwickler, Architekten und Datenwissenschaftler im Publikum für die kühne Vision von SAP vom intelligenten Unternehmen begeisterte.

Im Mittelpunkt seiner Keynote, die mit faszinierenden Demos auf der Bühne und per Live-Stream gespickt war, stand die SAP-Strategie für die Unternehmens-Technologieplattform.

„Dies ist eine Änderung der Strategie und der Kultur in der Hinsicht, dass wir geschäftsorientierter und ergebnisorientierter sind“, sagte Müller. „Wir wollen die schnellste Möglichkeit bieten, Daten in Mehrwert für das Unternehmen zu verwandeln … Wir wollen, dass Sie maximalen Einfluss auf Ihren Geschäftserfolg haben.“

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Sehen Sie sich ein Interview mit SAP Chief Technology Officer Jürgen Müller zum intelligenten Unternehmen auf der SAP TechEd in Las Vegas an.

Integration, eingebettete Daten und Harmonisierung als Grundlagen für das intelligente Unternehmen

Die Unternehmens-Technologieplattform führt, laut Müller, die SAP Cloud Platform, SAP HANA, Analysefunktionen und Business Services zu einem schlüssigen Technologiepaket zusammen. Dieses ist als Weiterentwicklung der digitalen Plattform von SAP einheitlich und offen und hilft Entwicklern dadurch, intelligente Funktionen auf einfache Weise in integrierten, modularen Anwendungen einzubetten – ganz gleich, ob On-Premise oder in der Cloud, ob in SAP-eigenen oder SAP-fremden Technologien.

„Wir vereinfachen die Integration mehrerer Lösungen in einem durchgängigen Prozess und bieten dem Endbenutzer ein einheitliches Benutzererlebnis über den gesamten Prozess hinweg“, fügte Müller hinzu. „Wir behalten unseren Fokus auf Harmonisierung vom Datenmodell bis hin zum Benutzererlebnis bei… Wir gestalten Prozesse neu und erhöhen den Automatisierungsgrad … Eingebettete Analysefunktionen und maschinelles Lernen erleichtern es unseren Kunden, sich zu datengestützten Unternehmen zu entwickeln.“

Müller griff auch die jüngsten Ankündigungen in Bezug auf die vier Säulen des intelligenten Unternehmens auf, die die Unternehmens-Technologieplattform stützen: Datenbank- und Datenmanagement, Analysefunktionen, intelligente Technologien sowie Anwendungsentwicklung und -integration. Gemeinsam mit seinen Gästen nahm er das Publikum mit auf eine spannende Demo-Tour, bei der unter anderem intelligente robotergesteuerte Prozessautomatisierung für SAP S/4HANA, maschinelles Lernen im Einsatz auf Unternehmensmaßstab, die Einbettung von SAP Analytics Cloud in SAP-Lösungen, SAP Fiori 3 sowie die Kombination von Experience-Daten (X-Daten) aus Experience-Management-Lösungen von SAP (Qualtrics) mit operativen Daten (O-Daten) aus SAP-ERP-Anwendungen präsentiert wurden.

„O-Daten sagen Ihnen, was passiert; X-Daten sagen Ihnen, warum es passiert“, erklärte er auf der TechEd. „Mit SAP können Sie Erkenntnisse aus X- und O-Daten in konkrete Maßnahmen umsetzen, um Ihre Experience-Lücke zu schließen. So können Sie sich zum erlebnisorientierten Unternehmen entwickeln.“

Datenabstimmung ist entscheidend für das intelligente Unternehmen

Datenmanagement stellt eine der größten Herausforderungen für jedes Unternehmen dar. Vor diesem Hintergrund gab Müller die Einführung der Software SAP Graph bekannt. Diese ist ein virtuelles semantisches Datenmodell. Jan Schaffner, Leiter von Central Engineering bei SAP, veranschaulichte, wie Entwickler mit SAP Graph vorhandene und neue Anwendungen rasch und effizient im gesamten SAP-Portfolio integrieren können. Die derzeit als eingeschränkt verwendbare Betaversion verfügbare Software kann Entwickler unterstützen, die Anwendungen in SAP-eigenen oder SAP-fremden Technologien ausführen.

„SAP Graph vereinfacht das Arbeiten mit einer großen Anzahl von APIs für Anwendungen in der gesamten intelligenten Suite“, so Müller. „Wir bieten eine vereinheitlichte API-Schicht, die von jeder beliebigen Anwendung genutzt werden kann.“

Innovationsmöglichkeiten auf der SAP-Plattform ausweiten

Beim Umstieg auf SAP S/4HANA und die intelligente Suite brauchen Unternehmen die Möglichkeit, On-Premise- und Cloud-Anwendungen von SAP problemlos erweitern zu können. Entsprechend wurden die Lösungen SAP Cloud Platform Extension Factory und SAP Cloud SDK vorgestellt. Rui Nogueira von SAP demonstrierte, wie Entwickler mit SAP Cloud Application Programming Model schnell und einfach Erweiterungen erstellen können.

Integrierten Analysefunktionen und eingebettetes maschinelles Lernen für aussagekräftige Erkenntnisse

Müllers Ankündigung des bevorstehenden Release von SAP Analytics Cloud, dessen Einbettung in SAP S/4HANA Cloud noch für dieses Jahr geplant ist, wurde vom Publikum mit lebhaftem Beifall quittiert. Dabei hob der SAP Chief Technology Officer besonders hervor, dass integrierte Analysefunktionen in allen Unternehmens­anwendungen Kunden die Möglichkeit geben, Entscheidungen mehr auf der Grundlage von Daten zu treffen.

Ebenfalls positiv aufgenommen wurde die Bekanntgabe des Release von SAP Data Intelligence. Mit diesem Tool können Unternehmen die Entwicklung von Funktionen für maschinelles Lernen beschleunigen und somit schneller einen Mehrwert aus der Kombination von Geschäftsdaten generieren.

„SAP Data Intelligence ermöglicht Ihnen ein durchgängiges Lebenszyklusmanagement für Ihr Machine-Learning-Projekt“, sagte er. „[Es] bietet Datenwissenschaftlern Datenmanagementfunktionen in einer Open-Source-Umgebung, damit sie Modelle für maschinelles Lernen im Unternehmensmaßstab auf sichere Weise entwickeln, bereitstellen und ausführen können.“

Wertvolle Partnerschaften mit Hyperscalern

Mehrfach unterstrich Müller das Bekenntnis von SAP zu Offenheit und Flexibilität. Dabei zeigte er auf, inwiefern die Partnerschaften von SAP mit Hyperscalern wie etwa Microsoft Kunden das Beste aus zwei Welten an die Hand geben: die Skalierbarkeit und Flexibilität der Hyperscaler und die geschäftsorientierten Inhalte und Services von SAP.

Mit Blick auf Kunden, die eine Multi-Cloud-Strategie verfolgen, betonte Müller, dass SAP-Kunden Services der Hyperscaler in Anwendungen, die auf der Unternehmens-Technologieplattform aufbauen, beliebig kombinieren können.

SAP schließt die Lücke beim Experience Management

Wie Müller berichtete, glauben 80 Prozent der CEOs, dass ihr Unternehmen ein überragendes Kundenerlebnis bereitstellt, doch nur 8 Prozent der Kunden sehen das genauso. Bei diesem Thema überließ er John Thimsen, CTO von Qualtrics, die Bühne. Thimsen zeigte eindrücklich, wie Unternehmen mithilfe von SAP O-Daten aus SAP-ERP-Anwendungen mit X-Daten aus Experience-Management-Lösungen von SAP (Qualtrics) zusammenführen können, um diese Lücke zwischen der Wahrnehmung der Unternehmen und der der Endbenutzer zu schließen.

Nächster Halt auf dem Weg zum intelligenten Unternehmen: SAP TechEd Barcelona

Bei seiner Darlegung der Intelligent-Enterprise-Strategie von SAP in Las Vegas gab Müller auch einen Ausblick auf die SAP TechEd Barcelona, nicht ohne auf die nächsten Integrationen und andere Neuerungen in Bezug auf die Unternehmens-Technologieplattform hinzuweisen.


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