HCM-Digitalisierung ist für den Mittelstand wichtig

Mittelständische Unternehmen haben im Personalbereich mit denselben Herausforderungen zu kämpfen wie größere Mitbewerber – aber ihnen fehlen die Zeit, die Mitarbeiter und die Ressourcen, um genauso schnell zu reagieren wie diese. Wie Mittelständler von der Cloud profitieren können, zeigt nun eine Studie von Forrester Research.

Angesichts einer wachsenden Belegschaft, die immer weiter räumlich verteilt ist, stoßen Personalabteilungen mit unverbundenen Anwendungssystemen, isolierten Daten, Excel-Tabellen und schwerfälligen manuellen Prozessen an ihre Grenzen.

Es muss sich etwas ändern. Das bedeutet aber nicht, dass jedes wachsende Unternehmen bereit ist, sofort in cloudbasierte Lösungen für das Human Capital Management (HCM) zu investieren. Leider gibt es in vielen Unternehmen noch Bedenken, ob eine Modernisierung der Personalprozesse – ob digital oder nicht – nachhaltig genug ist, um mit weiterem Wachstum Schritt zu halten und langfristig Vorteile zu bieten.

Um Licht ins Dunkel zu bringen und den konkreten Nutzen von HCM in der Cloud aufzuzeigen, führte das Analystenhaus Forrester Research kürzlich eine gründliche, objektive Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen (Total Economic Impact) unter mittelständischen Unternehmen durch, die Erfahrung mit verschiedenen HR-Lösungen haben.

HR-Funktionen, die das Unternehmenswachstum fördern, mit HCM in der Cloud

Nach ausführlichen Interviews und Finanzanalysen kam Forrester zu dem Ergebnis, dass mittelständische Unternehmen, die die SAP SuccessFactors HCM Suite nutzen, in höchstens 21 Monaten einen ROI zwischen 42 Prozent und 113 Prozent erreicht haben. Anteil an diesem Ergebnis haben vier wichtige HR-Lösungsbereiche: Personalkernprozesse und Gehaltsabrechnung, Personalbeschaffung und Einarbeitung, Leistung, Ziele und Vergütung sowie Weiterbildung, Nachfolgeplanung und Entwicklung.

Gesamtnutzen der wichtigsten HR-Lösungen

Quelle: „The Total Economic Impact of SAP SuccessFactors HCM Suite for Medium-Sized Businesses“, Forrester Research, gesponsert von SAP, 2019.

1. Personalkernprozesse und Gehaltsabrechnung

Die Befragten gaben an, bei Personalkernprozessen und Gehaltsabrechnung einen geringeren Zeit- und Arbeitsaufwand zu haben als mit früheren Verfahren. Beispielsweise können Führungskräfte und Mitarbeiter intuitive Self-Services nutzen, die Datenschutzvorschriften wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union entsprechen.

Über diese Funktionen für Personalkernprozesse und Gehaltabrechnung in der Cloud können die Mitarbeiter grundlegende und strategische Routineaufgaben selbst in die Hand nehmen. Dabei profitieren sie von immer effizienteren transaktionalen Services, einer vorrangigen Ausrichtung auf den Einsatz von Mobilgeräten und einem zentralen Datenpool mit Echtzeitdaten. Die Personalabteilung kann sich derweil als strategischer Partner positionieren, der einen Beitrag zum Unternehmenswachstum leistet und sich vor allem darauf konzentriert, zentrale Lösungen bereitzustellen, die das Mitarbeiterengagement fördern und die Arbeit erleichtern.

2. Personalbeschaffung und Einarbeitung

Recruitern und einstellenden Managern eröffnet die Implementierung einer cloudbasierten HCM-Lösung die Chance, Spitzenkräfte schneller als mit manuellen, nicht integrierten Prozessen zu finden und einzustellen.

Als vorteilhaft nannten Studienteilnehmer die Flexibilität bei der Ausschreibung von Stellen sowohl intern als auch extern bei bevorzugten Personalberatungsagenturen und in Stellenbörsen, die Möglichkeit zur Durchführung boolescher Suchvorgänge in internen Bewerberdatenbanken und die Differenzierung von Bewerberquellen mit effizientem Coding. Mithilfe intelligenter Funktionen verbessern sie auch die Kommunikation mit Bewerbern über automatische E-Mails. Zudem wird die Erfassung von unterzeichneten Verträgen und Mitarbeiterdaten mit einer vorschriftenkonformen Plattform für die Onboarding-Vorbereitung optimiert.

3. Leistung, Ziele und Vergütung

Anstatt mit manuellen Verfahren wie der Verwendung und dem Austausch von Excel-Dateien Zeit zu vergeuden, erreichten die befragten mittelständischen Unternehmen eine bessere Abstimmung von Vergütung und Mitarbeiterbeurteilungen.

Jeder Mitarbeiter wird auf für ihn passende Weise geschachtelten Unternehmens- und Abteilungszielen zugeordnet. So wird es möglich, die Mitarbeiterleistung mit kontinuierlichem Coaching und Feedback immer weiter zu verbessern und Spitzenkräfte richtig zu bewerten, zu erkennen und angemessen zu entlohnen.

4. Weiterbildung, Nachfolgeplanung und Entwicklung

Die Möglichkeit, Mitarbeitern personalisierte Lernpläne bereitzustellen, deren Struktur sich nach ihren Aufgabenprofilen, der strategischen Nachfolgeplanung und dem Fortbildungsbedarf richtet, hilft dabei, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und im Unternehmen zu halten, und trägt zugleich zum Unternehmenswachstum bei.

Laut den befragten Unternehmen können Mitarbeiter sich so in ihrem eigenen Tempo, jederzeit und überall mit neuen Produkten und Vorschriften vertraut machen. Die Personalabteilungen können wichtige Stellen schnell besetzen, denn sie sind in der Lage, wertvolle Mitarbeiter zu erkennen und an das Unternehmen zu binden sowie Führungskontinuität ohne Vorurteile zu fördern. Hinzu kommt, dass Schulungsprogramme revisionsfähig sind, denn Zertifizierungen werden automatisch nachverfolgt, und elektronische Signaturen und Prüfungsversionen werden erfasst, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen.

Die Zukunft des Personalwesens in mittelständischen Unternehmen

Die Forrester-Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen für mittelständische Unternehmen bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich umfassend über die Vorteile cloudbasierter Lösungen für das Human Capital Management zu informieren. Lesen Sie den Bericht und erfahren Sie, wie Ihr wachsendes Unternehmen von einer solchen Lösung profitieren kann.