FRoSTA AG treibt mit kühlem Kopf die Transformation voran

Bei FRoSTA, einem mittelständischen deutschen Unternehmen der Tiefkühlkost-Branche in Bremerhaven, treibt CIO Ben Windhorst aktiv den digitalen Wandel voran. Endkunden können schon jetzt die Lieferkette der Produkte verfolgen und den CO2-Abdruck sehen. Neue Services sollen bald folgen.

Digitale Reisen sind spannend. Das beweist Ben Windhorst. Bei FRoSTA ist er seit Anfang 2019 Global IT Director. Windhorst kam von der Prysmian Group, einem italienischen Kabelhersteller nach Bremerhaven. Beim Tiefkühlkosthersteller setzt er voll auf Digitalisierung. Das Konzept des Vorstands habe ihn überzeugt.

„FRoSTA hat nämlich erkannt, dass es nicht nur Technologie ist, die man verändern müsse, sondern auch die Kultur und die Menschen – und das in Kombination“, sagt Windhorst. „Ich habe mir gesagt, hier steige ich ein, auf dieser Reise möchte ich dabei sein.“ Durch Change-Management verfolge FRoSTA die klare Strategie, dass alle Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, beim Transformationsprozess dabei zu sein.

Nachhaltiges Change-Management mit der Cloud-Plattform

FRoSTA wolle Veränderungen nachhaltig durchführen und sicherstellen, dass die Mitarbeiter mitgenommen werden. Nur so wird sich Agilität und damit der wirtschaftliche Erfolg einstellen. In jedem Fachbereich gibt es deswegen als Bindeglied zwischen Technologie und Unternehmen einen „Digital Transformer“, der die Reisenden beim Aufbruch in die neue Welt unterstützt.

„Warum gehen wir diese digitale Reise mit der SAP und der SAP Cloud Platform?“, fragt Windhorst. Seine Antwort: „Einer der wichtigsten Gründe ist, dass wir die Integration ganzheitlich sehen und von SAP diese Plattform erhalten, um alle Bereiche, die wir auf der digitalen Transformation verändern müssen, zu vereinheitlichen.“

Prozesse digital innovativ machen für Blockchain und KI

Nun hat Windhorst alle Hände voll zu tun. Der neue IT-Chef will möglichst viele Prozesse automatisieren, sie digital innovativ machen. Die zentrale Frage, die sich Windhorst dabei stellt, lautet: „Wann ist es schon Digitalisierung und wann nur beziehungsweise noch Automatisierung? Wo versuchen wir Prozesse, die analog sind, so zu automatisieren, dass sie dann irgendwann digital genug sind, um neue Technologien wie Blockchain oder Künstliche Intelligenz (KI) als konsequente Weiterentwicklung der Automatisierung einzusetzen?“ Windhorst weiß aber auch: „Das funktioniert erst dann, wenn die Prozesse so top optimiert sind, dass es dann auch effizienter wird.“

Der IT-Leader denkt an zahlreiche Anwendungsfälle, bei denen der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu mehr Geschwindigkeit führen könne. Die Blockchain-Technologie erlaube Frosta, viel mehr Informationen vom Feld bis zum Endkonsumenten sicher zu transferieren. Was in der Vergangenheit aus Security- und anderen Gründen eine Herausforderung war, erlaube die Blockchain, speziell wenn man wie Frosta die Vision verfolgt, Transparenz und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Produktion und Logistik bereits seit 2003 strategisch nachhaltig

Das Besondere an FRoSTA ist nämlich seine Nachhaltigkeitsstrategie. Bereits 2003 hat das 1.800 Mitarbeiter starke Unternehmen das Frosta-Reinheitsgebot eingeführt. Seitdem setzen die Bremerhavener ausschließlich auf Produkte ohne Zusatzstoffe und Aromen.  Am Anfang war das umstritten: Die Verkaufszahlen brachen ein. Doch jetzt sind die Kunden begeistert. Der aktuelle Umsatz: rund eine halbe Milliarde Euro.

„Unsere Strategie wollen wir auch mit Technologie und Kultur unterstützen“, so Windhorst. „Wir wollen zu unseren Produkten noch transparentere und nachhaltigere Informationen liefern.“ Das bedeutet für Frosta: Tracking der Zutaten über die gesamte Supply Chain. Windhorst: „Auf unseren Produkten kann vom Saatgut über das Feld bis in die Tüte über die gesamte Lieferkette hinweg nachvollzogen werden, wo die Zutaten herkommen und was mit ihnen passiert. Diese Informationen wollen wir digitalisieren und weiter ausbauen.“

Derzeit sei man mittendrin, die dafür nötige Plattform zu schaffen. „Es wird einer unserer ersten Schritte, mit dem wir Prozesse nicht nur optimieren, sondern sie auch miteinander verknüpfen. Das Thema treiben wir mit SAP voran“, sagt Windhorst. Genauer mit der SAP Cloud Platform und als ersten großen Meilenstein mit dem intelligenten ERP-System SAP S/4HANA. „Von dort bauen wir die Plattform jetzt weiter aus.“

On top soll eine Innovationsplattform entstehen, die IoT– und Analytics-Technologien von SAP integriert und FRoSTA damit zum intelligenten Unternehmen macht. Denn, wenn erst einmal alle Prozesse optimal digitalisiert und dann eben auch optimal automatisiert sind, will Windhorst nicht nur mit Blockchain und KI punkten, sondern auch mit Services, die FRoSTA aus eigenen Ideen generiert.

FRoSTA ist mit der Cloud-Plattform bereit für Innovationen

FRoSTA habe die SAP Cloud Platform deswegen bewusst zentral implementiert, „um eben ready zu sein für Innovationen“. Für Windhorsts Pläne ist es essenziell, dass er von SAP alles aus einer Hand bekommt, das alles miteinander verbunden ist und alles miteinander funktioniert, um darauf aufbauend Synergien erzeugen zu können. So sind wir bereit für die Innovationen von morgen.“

Schon heute kann der Kunde auf jedem FRoSTA-Produkt sehen, aus welchen Herkunftsländern die genutzten Zutaten stammen. Doch es gibt nichts, was man nicht noch besser machen könnte. Windhorst will nicht nur die Informationen, die den Kunden schon zur Verfügung gestellt werden, auch digitaler und so schneller liefern.

Der Kunde von morgen wolle noch schneller wissen, was es außerdem zu dem Produkt oder zu den Zutaten zu erzählen gibt. „Wie sammeln heute konkret Daten ein etwa zum Herkunftsland. In Zukunft wollen wir noch mehr zu jeder Zutat erzählen, die wir im Produkt verarbeiten. Das bedarf einer noch höheren Transparenz, und noch mehr Daten, die wir bei uns transferieren müssen. Dafür stellen wir uns mit der neuen Plattform auf.“

Dabei geht es um das optimale Zusammenspiel aller. „Ich vergleiche das mit einem Staffellauf“, erläutert der CIO Ben Windhorst. „Wenn die Übergabe nicht gut ist, kann der Einzelne noch so schnell laufen, das Team wird nicht erfolgreich sein.“ Deshalb will der IT-Leader an die Schnittstellen ran.

Und noch eine zweite Sache liegt Windhorst am Herzen: Das Unternehmen gibt den Produkten einen CO2-Fußabdruck mit und veröffentlicht ihn über die komplette Supply Chain – von der Zutatenherstellung über den Händler bis zum Endverbraucher – auf der Internetseite. Dass Nachhaltigkeit transparent wird, dafür sorgt auch die gläserne Fabrik in Bremerhaven.

Digitalisierung als Chance und Herausforderung

FRoSTA plant seine Zukunft nicht nur mit Business-Prozessdaten. Das Unternehmen will auch Zulieferer, Kunden und Mitarbeiter stärker in die FRoSTA Welt integrieren. Es sei eine Chance, dass sich FRoSTA neu erfinden könne und durch die SAP Cloud Platform in Kombination mit der Veränderung der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten so viele neue Möglichkeiten habe und völlig neue Businessmodelle entstehen. Es sei aber auch eine Herausforderung, weil sich alle verändern müssten.

Letztlich sollen die Kunden noch zufriedener werden. Wenn man in der Lage ist, alle Informationen der kompletten Supply Chain an den Kunden weiterzuleiten, denkt Windhorst bereits an „neue Services, neue Lösungen und neue Benefits“. Derzeit gibt es viele Projekte, an denen FRoSTA arbeitet.

Zumindest ein angedachtes Angebot basierend auf neuen digitalen Prozessen verrät Windhorst: „Wir wollen auf den Endverbraucher zugehen, um genau das Produkt für ihn zu produzieren, auf das er gerade Appetit hat.“ Die neue Plattform werde es erlauben, ganz persönliche Kundenwünsche umzusetzen, individuelle Produkte herzustellen und diese kurzfristig auszuliefern.

Inhabergeführt seit Generationen – oder erst seit wenigen Jahren auf dem Markt, groß oder klein, regional aktiv oder global aufgestellt. Es gibt unglaublich faszinierende Unternehmen im Mittelstand. Sie alle verbindet ihr unternehmerischer Mut, Erfindergeist und die Fähigkeit, neuen Herausforderungen schnell mit neuen Antworten zu begegnen.

Viele dieser mittelständischen Unternehmen haben sich auf den Weg gemacht zum intelligenten Unternehmen. Sie erfinden sich neu und stellen sich mit Hilfe von Technologie auf eine andere Stufe. Sie unternehmen Zukunft.

Hier sehen Sie das Video, in dem Ben Windhorst, Global IT Director bei der FRoSTA AG, von seiner digitalen Reise erzählt.

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